Regionalzug
  • Der Lokführer eines Regionalzugs entdeckte am Mittwoch zwei Kinder am Gleisbett in Versen. (Symbolfoto)
  • Foto: imago/Rüdiger Wölk

Steine auf Gleise gelegt: Kinder in Lebensgefahr

Die Täter legten Steine auf die Zuggleise – und brachten damit Unbeteiligte in Lebensgefahr. In Verden machten Polizeibeamte am Mittwoch noch weitere beunruhigende Funde in Bahnhofsnähe. Die Beamten waren alarmiert worden, nachdem ein Lokführer zwei Kinder am Gleisbett bemerkt hatte.

Die Bahnstrecke Verden-Hannover war am Mittwoch aufgrund eines Polizeieinsatzes für eine Stunde gesperrt. Grund für den Einsatz waren zwei etwa 13-jährige Kinder, die der Triebfahrzeugführer eines Regionalexpresses an den Gleisen der Allerbrücke von Verden entdeckt hatte.

Unbekannte legten Steine und Aluminiumplanke auf Gleise

Die Bundespolizisten fanden daraufhin im Gleisbereich eine 1,65 Meter lange Aluminiumplanke eines Baugerüsts. Zuvor hatte ein anderer Zug bereits auf die Gleise gelegte Schottersteine überfahren. Noch ist unklar, ob die Kinder für diese Blockaden verantwortlich sind.

Diese Aluminiumplanke fanden die Bundespolizisten im Gleisbett. Bundespolizeiinspektion Bremen
Aluminiumplanke im Gleisbett
Diese Aluminiumplanke fanden die Bundespolizisten im Gleisbett.

Was allerdings mit Sicherheit gesagt werden kann: Die Kinder befanden sich in Lebensgefahr. Im genannten Streckenabschnitt fahren Züge mit bis zu 160 km/h. Bei solchen Geschwindigkeiten werden die aufgelegten Steine beim Überfahren für alle in der Nähe zu gefährlichen Geschossen.

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Die Bundespolizeiinspektion Bremen ermittelt nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Um Zeugenhinweise wird unter der folgenden Telefonnummer gebeten: 0421/16299-7777. (mp)

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