In der alten „Seekiste“ in St. Peter-Ording eröffnet am 7. April offiziell das „Salt & Silver“ – acht Meter über dem Meeresspiegel.
In der alten „Seekiste“ in St. Peter-Ording eröffnet am 7. April offiziell das „Salt & Silver“ – acht Meter über dem Meeresspiegel.
  • Eines der bekannten Stelzenhäuser in St. Peter-Ording. Acht Meter über dem Meeresspiegel ist es (noch) nicht vom steigendem Meerespiegel betroffen.
  • Foto: Marvin Tomé

Meeresspiegel steigt: Nordsee-Badeort rüstet sich für Klimawandel

St. Peter-Ordings Deich ist zu niedrig – einer der niedrigsten an der gesamten Nordseeküste. Einer Sturmflut hielte er schon heute nicht Stand, steigende Meeresspiegel und extremeres Wetter machen eine Erhöhung daher nötig. Und zwar schnell.

Extremwetterereignisse werden häufiger. Der Meeresspiegel steigt laut internationalem Klimarat in Nordeuropa um 20 bis 50 Zentimeter bis zum Ende des Jahrhunderts. Der Klimawandel ist inzwischen überall angekommen und wer schlau ist, baut jetzt vor. „Hier geht es um etwas, dass die Generationen nach uns betrifft“, sagte Uwe Kirchner (CDU) laut „SHZ“ bei der Versammlung der Gemeindevertretung in St. Peter-Ording. Worum es genau geht: Der Deich in dem beliebten Badeort muss auf rund zwei Kilometern verstärkt werden.

St. Peter-Ording rüstet sich gegen Flut

Das hat gleich mehrere Gründe: Zum einen der Klimawandel, der eine sehr starke Sturmflut statistisch immer wahrscheinlicher werden lasse und zum anderen die Höhe des Deiches. Der ist nämlich einer der niedrigsten an der Nordseeküste, schreibt die SHZ und sei konzipiert als Überflutungsdeich, der das hereinströmende Wasser gezielt in dafür vorgesehene Senken lenke. Das Problem: Die Senke ist St. Peter-Ording selbst. Bei einer Flut würde das Wasser weit zwischen die Häuser vordringen.

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Für die see- und binnenseitige Verstärkung des „weißen Deiches“ rechneten die Gemeindevertreter laut „SHZ“ mit einem Zeitfenster von rund zehn Jahren. Eine allererste Kostenschätzung belief sich auf 16 Millionen Euro. (mp)

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