Der Sternenhimmel ist über der Nordermühle auf der Insel Pellworm zu sehen.
Der Sternenhimmel ist über der Nordermühle auf der Insel Pellworm zu sehen.
  • Der Sternenhimmel ist über der Nordermühle auf der Insel Pellworm zu sehen.
  • Foto: picture alliance / dpa/Marcus Brandt

„Sterneninseln“: Traumhafter Nachthimmel lockt Touris an die Nordsee

Pellworm und Spiekeroog zählen nachts zu den dunkelsten Orten Deutschlands. Der Sternenhimmel lässt sich über den beiden Nordseeinseln daher besonders gut beobachten. Vor anderthalb Jahren wurde sie zu den ersten deutschen „Sterneninseln“ gekürt und ziehen seither immer mehr Touristen und Hobby-Astronomen an.

Der Nachthimmel über den Nordseeinseln Spiekeroog und Pellworm zieht zunehmend Sternengucker an. Rund eineinhalb Jahre, nachdem die beiden Inseln in Niedersachsen und Schleswig-Holstein offiziell von der International Dark Sky Association (IDA) als erste Sterneninseln Deutschlands anerkannt wurden, registrieren die Touristiker ein großes Interesse bei Urlaubsgästen.

Spiekeroog: Astronomen halten Vorträge und bieten Wanderungen an

Auf Spiekeroog bieten Astronomen regelmäßig Vorträge über den Sternenhimmel an, und sogenannte Sternenguides unternehmen mit Interessierten Wanderungen durch die Abenddämmerung. „Das wird wirklich sehr gut angenommen und ist in den Saisonzeiten oft frühzeitig ausgebucht“, sagte die Bereichsleiterin Tourismus bei der Spiekerooger Kurverwaltung, Stefanie Grucza.

Pellworm: „Sternenkieker“-Basis wird aufgebaut

Pellworm profitiere als Urlaubsort sehr von der Auszeichnung Sterneninsel, sagte Janina Bursch vom Kur- und Tourismusservice der Insel. Die Zahl der Anfragen für Urlaub mit Sternen-Hintergrund sei nach der Zertifizierung auf jeden Fall gestiegen. Momentan ist man auf Pellworm dabei, eine „Sternenkieker“-Basis aufzubauen. Es gab beispielsweise eine dreitägige „Sternenkieker-Schulung“, die sich unter anderem an Vermieter, Gastronomen sowie Watt- und Gästeführer richtete. „Ab der nächsten Saison stehen auf Pellworm endlich Liegebänke, auf denen man bequem die Sterne beobachten kann“, so Bursch.

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Auf Spiekeroog gibt es solche Beobachtungsplätze bereits. Besonders gut lasse sich der Sternenhimmel im Frühjahr und Herbst beobachten, wenn die Tage nicht allzu lang seien, sagte Grucza.

Auf den Inseln wurden Laternen durch abgeschirmte Leuchten ersetzt oder die Helligkeit wurde deutlich gedimmt. Die Maßnahmen waren eine Voraussetzung für die Anerkennung als Sterneninsel. Messungen von Experten ergaben: Beide Inseln gehören nachts zu den dunkelsten Orten Deutschlands. (dpa/mp)

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