Der Strand von Scharbeutz ist bei Sonnenschein und Temperaturen um die 30 Grad Celsius mit Badegästen und Strandkörben gut gefüllt.
  • Urlaub in Schleswig-Holstein, wie hier am Strand von Scharbeutz, wird in 2022 teurer. (Archivbild)
  • Foto: dpa/Bodo Marks

Urlaub an Nord- und Ostsee wird 2022 teurer – das ist der Grund

Das neue Jahr hat gerade erst begonnen – für Reiselustige gibt es allerdings schon den ersten Dämpfer. Reisen an die Nord- oder Ostsee werden 2022 teurer. Schuld daran sind Corona-Auswirkungen und die Inflation. Dennoch blickt die Branche optimistisch auf die kommenden zwölf Monate.

Bettina Bunge, Geschäftsführerin der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein, rechnet trotz aller Unsicherheiten infolge der Corona-Pandemie für 2022 sogar mit einer positiven Entwicklung der Branche. Die touristischen Hotspots meldeten für das nächste Jahr bereits gute bis sehr gute Buchungszahlen, sagte Bunge. „Gerade in den Städten und weniger bekannten Regionen sind aber noch Kapazitäten frei“, sagte die Chefin der Landesmarketingagentur.

Energie- und Lebensmittelpreise machen Urlaub teurer

„Die Preise für touristische Angebote werden 2022 steigen, unter anderem wegen der Aufwendungen der Betriebe für Hygienemaßnahme und stark gestiegener Preise für Energie und Lebensmittel“, sagte Bunge. „Dabei müssen wir aufpassen, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis in Schleswig-Holstein wettbewerbsfähig bleibt“, warnte sie.


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Bunge sei aber zuversichtlich, dass Schleswig-Holstein die im Bundesvergleich relativ guten Übernachtungszahlen des Jahres 2021 wieder erreichen könne. „Auch im Jahr 2022 wollen die Menschen sicher reisen können. Wir in Schleswig-Holstein haben den Vorteil, dass wir mit unseren touristischen Modellregionen im Frühjahr diesen Jahres gezeigt haben, dass das bei uns möglich ist.“

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Trotz des mehrere Monate andauernden Beherbergungsverbots gab es nach Angaben des Statistikamtes Nord zwischen Januar und September 2021 in Schleswig-Holstein 25,7 Millionen Übernachtungen. Das waren zwar fast 14 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum 2019, aber vier Prozent mehr als zwischen Januar und September 2020.

Bettina Bunge ist Geschäftsführerin der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein. (Archivbild)
Bettina Bunge ist Geschäftsführerin der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein. (Archivbild)

Ziel der Landesregierung ist weiterhin die Lenkung der Gästeströme, um die in der Hauptsaison oft überfüllten Tourismusorte an der Nord-und Ostsee zu entlasten. Dazu würden vor allem im Binnenland Übernachtungs- und Tagungsmöglichkeiten gebraucht, sagte Bunge. Auf das ganze Land bezogen gebe es dagegen kein Kapazitätsproblem.

Nach Angaben des Landes gab es im September 2021 in Schleswig-Holstein rund 237.000 Gästebetten in knapp 3800 Betrieben mit mindestens zehn Betten. 2020 waren es den Angaben zufolge rund 232.000 Betten in gut 3800 Betrieben. (dpa/mp)

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