Telefonbetrug
  • In Schleswig-Holstein wurde ein Rentner Opfer von Telefonbetrug (Symbolbild).
  • Foto: picture alliance/dpa | Roland Weihrauch

Telefonbetrug im Norden – Rentner verliert mehrere 10.000 Euro

Sie hatten ihn komplett unter ihrer Kontrolle: Erst durch eine aufmerksame Bankangestellte in Osterrönfeld (Kreis Rendsburg-Eckernförde) ist die Polizei nun auf einen Rentner aufmerksam geworden, der von Telefonbetrügern erpresst wurde. Die Ermittlungen zeigen: Die Betrugsmasche lief schon seit Jahren!  

Mitte Oktober wurde die Bankangestellte skeptisch, als sie eine Überweisung eines 78-jährigen Kunden  bearbeitete. Der Betrag war außergewöhnlich hoch und passte nicht zu der Finanzlage des Mannes. Daraufhin kontaktierte die Frau die Polizei.  

Telefonbetrug: mehrere 10.000 Euro Schaden

Jetzt zeigen die Ermittlungen: Der Mann war in diversen Abofallen gefangen – und das schon seit Jahren. Durch regelmäßige Anrufe von falschen Notaren und Lotterien schafften es Telefonbetrüger, mehrere 10.000 Euro von dem Mann innerhalb von drei Jahren zu erbeuten.  

Der 78-Jährige hoffte dabei ständig auf Gewinne, die ihm von den Betrügern in Aussicht gestellt wurden. Dafür ließ er sich nach und nach seine Vermögenslage auszahlen und überwies sie an die genannten Bankverbindungen. Der Druck wurde dabei mitunter so hoch, dass der Mann sich seinen Bausparvertrag auszahlen ließ.  


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In Bedrängnis geriet er zuletzt auch immer mehr von erpresserischen Anrufen, die sich seit August 2020 häuften, wie die Polizei mitteilte. Plötzlich riefen nicht mehr falsche Lotterie-Angestellte an, sondern Personen mit den Namen Koch oder Wagner, die sich als Polizeibeamte vom Bundeskriminalamt (BKA) ausgaben. Sie zwangen den Rentner dazu, Geldbeträge an Konten zu überweisen.  

Für den besonders hohen Betrag Mitte Oktober wurde der Druck besonders erhöht. So zwangen die Betrüger laut Polizeiangaben den Mann, den Betrag zu überweisen – ansonsten würde er in Untersuchungshaft mitgenommen werden. Dafür hatten die Betrüger sogar telefonisch ein Taxi vor die Tür des Mannes mit der Zieladresse der Bank bestellt. 

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Laut den Ermittlungen wurde ihm von den Anrufern mitgeteilt, dass seine Abonnements strafbar seien und das BKA über die vermeintlichen Straftaten des Mannes Bescheid wüssten. Deshalb sei er zur Kooperation verpflichtet.  

Durch den Anruf der Bankangestellten bei der echten Polizei konnte dem Mann letztendlich geholfen werden. Betrugsversuche solcher Art haben laut Polizei zugenommen, weshalb die polizeiliche Kriminalprävention über die verschiedenen Formen des Betrugs aufklärt. (to)

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