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Nach dem Korruptions-Rekord 2020 geht die Zahl der korruptionsverfahren im Norden 2021 etwas zurück. (Symbolbild)
  • Nach dem Korruptions-Höchststand 2020 geht die Zahl der korruptionsverfahren im Norden 2021 etwas zurück. (Symbolbild)
  • Foto: picture alliance/dpa

Zahlen veröffentlicht: So korrupt ist der Norden

Im Jahr 2020 erreichte die Zahl von gemeldeten Korruptionsfällen in Schleswig-Holstein einen Höchststand. Jetzt wurde ein neuer Bericht vorgestellt und demnach gibt es nun weniger Korruptionsverfahren.

Daraus lasse sich jedoch keinen Trend erkennen, sagte die Leiterin der Zentralen Stelle Korruption der Generalstaatsanwaltschaft, Silke Füssinger. Die Zahl der Korruptionsverfahren in Schleswig-Holstein ist 2021 etwas zurückgegangen. Der am Dienstag in Schleswig vorgestellte Lagebericht der Generalstaatsanwaltschaft zur Korruption weist eine Abnahme von 192 auf 117 Verfahren und einen Rückgang der Zahl der Beschuldigten von 289 auf 164 aus. 

Weniger Korruptionsfälle im Norden

2020 war die höchste Zahl an Verfahren in den vergangenen Jahren bekannt geworden. Diese war vor allem auf einen Komplex zurückzuführen, in dem es um Ermittlungen wegen Verdachts der Bestechung und Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr gegen eine Firma ging, die mit Farben handelt.


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Weiter bilden Verfahren wegen betrügerischen Zusammenwirkens von Gebrauchtwagenhändlern und Autowerkstätten mit Fahrzeugprüfern einen Schwerpunkt der Korruptionsermittlungen. Es geht dabei um gar nicht oder nur oberflächlich durchgeführte Hauptuntersuchungen, bei denen Wagen trotz erheblicher Mängel Plaketten erhielten. „Bei zwei Großverfahren dauern die Ermittlungen noch an“, sagte Füssinger.

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Die Eröffnung des Hauptverfahrens eines bereits 2018 zur Anklage gebrachten umfangreichen Falls habe ein Gericht 2021 beschlossen, sagte Füssinger. Die Terminierung stehe noch aus. Die Kieler Staatsanwaltschaft habe im August 2021 in einem weiteren Großverfahren einem Prüfingenieur insgesamt 110 Fälle gewerbsmäßiger Bestechlichkeit sowie Falschbeurkundung im Amt sowie einem weiteren Mann 40 entsprechende Fälle vorgeworfen. Gegen zwei weitere Beschuldigte wird wegen Bestechung vorgegangen. (dpa/se)

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