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Ein toter Seeadler liegt im schleswig-holsteinischen Wald Riesewohld (Kreis Dithmarschen) auf dem Boden. Mitarbeiter der Projektgruppe Seeadlerschutz haben dort im Mai drei tote Seeadler an ihrem Brutplatz aufgefunden.
  • Ein toter Seeadler liegt im schleswig-holsteinischen Wald Riesewohld (Kreis Dithmarschen) auf dem Boden. Mitarbeiter der Projektgruppe Seeadlerschutz haben dort im Mai drei tote Seeadler an ihrem Brutplatz aufgefunden.
  • Foto: Projektgruppe Seeadlerschutz hfr/dpa/Bearbeitung: MOPO

Seeadler im Norden vergiftet – 5000 Euro Belohnung für Hinweise auf die Täter

Mitte Mai wurden drei tote Seeadler gefunden – nach Untersuchungen im Labor steht fest, dass die Vögel vergiftet wurden. Der WWF hat eine Belohnung für Hinweise auf den oder die Täter ausgeschrieben.

Die drei Mitte Mai im Wald Riesewohld bei Odderade (Kreis Dithmarschen) gefundenen Seeadler sind vergiftet worden. Das ergaben eingehende Untersuchungen im Landeslabor Schleswig-Holstein, wie die Projektgruppe Seeadlerschutz am Donnerstag mitteilte. Die untersuchten Mageninhalte zweier Seeadler hätten keine Hinweise auf toxikologische Stoffe ergeben, doch eine in den Fängen des dritten Adlers gefundene Taube enthielt das Gift Mevinphos.

Dithmarschen: Tote Seeadler im Wald Riesewohld wurden vergiftet

Da Mevinphos auch als Kontaktgift über die Haut wirke, sei es naheliegend, dass die Adler durch die präparierte Taube Opfer einer Vergiftungsaktion wurden, so die Projektgruppe. Bereits 2010 seien in Gothendorf (Kreis Ostholstein) drei mit dem verbotenen Pestizid Mevinphos getötete Adler gefunden worden. 2015 sei bei Frestedt (Kreis Dithmarschen) eine komplette Seeadlerfamilie durch das verbotene Insektizid Parathion vergiftet worden.

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Die Projektgruppe stellte Strafanzeige – der WWF Deutschland hat sogar eine Belohnung von 5000 Euro für Hinweise ausgeschrieben, die zur Ergreifung des Täters oder der Täter führen. Zunächst berichtete der „NDR“. (dpa/mp)

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