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Polizisten bei einer Razzia (Symbolbild).
  • Polizisten bei einer Razzia (Symbolbild).
  • Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Paul Zinken

Kinderporno-Razzien im Norden – ein Verdächtiger ist erst 15

In Kiel, Kaltenkirchen, Norderstedt und weiteren Kreisen in Schleswig-Holstein haben Beamte der Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag mehrere Wohnungen durchsucht. Der Verdacht: Besitz von kinderpornographischen Inhalten.

Insgesamt 26 Objekte filzten die Ermittler, unter ihnen Beamte der Ermittlungsgruppe „Kipo“, in der Zeit zwischen 6 und 14 Uhr, stellten dabei „eine Vielzahl von Datenträgern“ sicher, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte. „Die werden ausgewertet.“ Dabei werde geprüft, ob und an wen Dateien möglicherweise weitergegeben wurden.

Kiel: Kinderporno-Razzien im Norden – Verdächtiger ist erst 15

Auch verbotene Waffen und Drogen fanden die Ermittler bei den Razzien. Mit dabei: Spürhund „Joker“, der erneut „erfolgreich zum Einsatz kam“, so der Sprecher weiter.

Die Tatverdächtigen sind im Alter von 15 und 78 Jahren und sollen – nach bisherigen Erkenntnissen – untereinander keine Verbindungen haben. Die Beamten gehen auch nicht davon aus, dass die Verdächtigen die Fotos und Videos selbst herstellten und damit aktiven Missbrauch begingen.

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„Aufgrund fehlender Haftgründe wurden im Vorfeld keine Haftbefehle durch die Staatsanwaltschaft Kiel beantragt“, sagte der Sprecher. Die Verdächtigen werden sich in entsprechenden Gerichtsverfahren verantworten müssen.“

Im Norden steigen schon seit Jahren die Kinderporno-Fälle. Den Grund für den Anstieg sehen Staatsanwaltschaft und Polizei in verstärkten Internet-Kontrollmechanismen. Dazu sei das Strafrecht verschärft worden: Für den Besitz und die Verbreitung derartiger Inhalte müssten Täter nun mindestens ein Jahr ins Gefängnis. (dg)

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