Lanserhof Sylt
  • Der „Lanserhof“ auf Sylt wird demnächst eröffnet (Visualisierung).
  • Foto: Lanserhof

Irre: Mönche aus Nepal sollen Sylts teuerste Hotelzimmer ausräuchern

Von allen bösen Geistern verlassen: Zur Eröffnung des Mega-Luxus-Resorts „Lanserhof“ auf Sylt sollen buddhistische Mönche aus Nepal eingeflogen werden, wie Geschäftsführer Christian Harisch ankündigt. Grund: Die frommen Männer sollen die negative Energie aus der Bauphase verscheuchen.

Eine Woche lang sollen die Mönche in Sylts neuester Enklave für Superreiche residieren und jedes der 68 Zimmer von all dem Stress der langen Bauphase und der Vergangenheit des Geländes als Kasernenstandort befreien. Weil eine Düne für das gigantische Bauprojekt abgetragen werden musste (es wurde etwa Sylts erster Tunnel angelegt, damit der komplette Autoverkehr unter der Erde verläuft) gab es Ärger mit einigen Insulanern, auch dagegen können ein paar verbrannte Kräuter bestimmt nicht schaden.

„Lanserhof“ auf Sylt: Mönche kommen für Ritual

„Uns sind die Rituale des Ausräucherns, durch die positive und kraftvolle Energien in das Haus einziehen, sehr wichtig“, zitiert das „Abendblatt“ Christian Harisch: „Tatsächlich sind – soweit wir wissen – zum ersten Mal in der Geschichte Mönche aus Nepal auf Sylt. Das ist eine große Ehre für uns.“


Der Newswecker der MOPO

Starten Sie bestens informiert in Ihren Tag: Der MOPO-Newswecker liefert Ihnen jeden Morgen um 7 Uhr die wichtigsten Meldungen des Tages aus Hamburg und dem Norden, vom HSV und dem FC St. Pauli direkt per Mail. Hier klicken und kostenlos abonnieren.


Aber leider: Es hakt bei der Visumsvergabe und so müssen die ersten Gäste des exklusiven „Gesundheitsresorts“ nach der Eröffnung Anfang Juni wohl mit den schlechten Vibes unter dem Reet (eingeflogen aus Kasachstan) klarkommen. Aber im Laufe des Monats sollen die Mönche anreisen: „Derzeit erfolgen noch Abstimmungen mit der Botschaft“, erklärt eine PR-Frau auf MOPO-Nachfrage.

Christian Harisch Johannes B. Kerner
Lanserhof-Geschäftsführer Christian Harisch und Mit-Investor Johannes Kerner.

130 Millionen Euro haben die Tiroler „Lanserhof“-Gruppe und Mit-Investor Johannes B. Kerner in die Luxusoase mitten in den Lister Dünen investiert, das ist selbst für Sylt eine Hausnummer. „Es ist das bisher aufwändigste jemals im europäischen Resort-Tourismus gebaute Gebäude“, hatte Harisch beim Richtfest im Oktober 2020 gesagt.

Lanserhof: Johannes B. Kerner ist Mit-Investor

Das Basispaket für eine Woche im „Lanserhof List“ kostet 7000 Euro, empfohlen werden zwei Wochen, ideal wären drei. Dafür sind die gestressten Superreichen unter sich beim Fasten, Meditieren und den Behandlungen in der eigenen Klinik, getreu dem Slogan: „Gesundheit beginnt im Kopf – und im Lanserhof.“

Das könnte Sie auch interessieren: Interview mit Sylter Bürgermeister: Haben Sie Angst vor Tausenden 9-Euro-Urlaubern?

Weitere Standorte: Lans (Tirol), London Mayfair und das Lans Medicum am Stephansplatz in Hamburg. Victoria Beckham soll auf die Detoxkur im „Lanserhof“ am Tegernsee schwören. Die dortigen bösen Geister wurden übrigens laut bayerischen Medien vor einigen Jahren von einem Schamanen vertrieben.

Email
Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp