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22 Kameras stehen seit 2019 auf dem Hansaplatz in Hamburg.
  • 22 Kameras stehen seit 2019 auf dem Hansaplatz in Hamburg.
  • Foto: RÜGA

Hamburg als Vorbild? Stadt im Norden prüft Videoüberwachung für „gefährlichen Ort“

Raubüberfälle, Diebstähle: Im Rencks Park in Neumünster verzeichnet die Polizei seit einiger Zeit mehr Verbrechen als nirgendwo anders in der Stadt. Ein Sprecher sagt, dass das „Sicherheitsgefühl der Bevölkerung“ leide. Die Konsequenz: Der Park wurde als „gefährlicher Ort“ eingestuft. Bald könnte es hier Videokameras geben, wie in Hamburg.

Dass der Park nun als gefährlicher Ort gelte, heiße nicht, dass der Bereich per se gefährlich sei. „Das bedeutet vielmehr, dass der Polizei hier besondere Befugnisse zugestanden werden, wie zum Beispiel die zielgerichtete Feststellung der Personalien von Personen, die sich dort aufhalten“, so ein Polizeisprecher.

Hamburg als Vorbild? Neumünster prüft Videoüberwachung

Heißt konkret: Menschen und ihre mitgeführten Sachen können Beamte nun kontrollieren und durchsuchen – ohne konkreten Anlass. Zusätzlich wird die Polizei künftig mit deutlich mehr Kräften in dem Bereich Streife laufen.

Die Maßnahme gilt bereits seit vergangenem Mittwoch, laut Polizei würden die Passanten diese gut annehmen. Auch die Idee der Videoüberwachung halten die Beamten für richtig und zielführend, um den Bereich sicherer zu machen. Aus den Reihen der Politik gibt es ebenfalls Befürworter.

Tobias Bergmann (SPD), Bürgermeister von Neumünster. dpa
Tobias Bergmann (SPD), Bürgermeister von Neumünster.
Tobias Bergmann (SPD), Bürgermeister von Neumünster

Und was sagt Tobias Bergmann (SPD), der regierende Oberbürgermeister? Der MOPO erklärt er: „Es ist wichtig, dass die Polizei die Klosterinsel und Rencks Park verschärft kontrolliert, um das Sicherheitsgefühl der Bürger zu erhöhen und die Kriminalität zu bekämpfen.“ Zudem prüfe die Stadtverwaltung aktuell, ob eine Videoüberwachung für diesen Bereich ein geeignetes Instrument sei. „Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen“, so Bergmann.

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Von 2010 bis 2014 wurde in der Stadt die Kieler Brücke mit Videokameras überwacht, damals wegen der andauernden Rocker-Kriminalität. Man habe gute Erfahrungen mit der Maßnahme gemacht, so ein Sprecher der Stadt. „Auf dem Hansaplatz in Hamburg funktioniert es ja auch“, sagt er.

Dort sind 2019 rund ums Areal 22 Kameras aufgestellt worden. Senat und Polizei wollten so das Drogenproblem bekämpfen. Aus ihrer Sicht ist der gewünschte Effekt eingetreten: Die Kriminalitätszahlen sind seitdem rückläufig.

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