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Die Afrikanische Baumschlange, auch Boomslang genannt, ist im südlichen Afrika heimisch.
  • Die Afrikanische Baumschlange, auch Boomslang genannt, ist im südlichen Afrika heimisch.
  • Foto: IMAGO/Pond5 Images

Ein Biss kann töten! Gefährliche Giftschlange streift weiter im Norden umher

Vielen Menschen läuft es schon beim Gedanken an sie kalt den Rücken herunter: Giftschlangen zählen zweifellos zu den gefürchtetsten Tierarten, die es gibt. Ein Glück, dass die in Deutschland heimischen Arten selten sind und für gesunde Menschen kaum gefährlich. Doch manchmal büxen exotische Exemplare aus und streifen umher, wie jüngst geschehen in einer Gemeinde in Schleswig-Holstein. Dort gilt nun: wachsam sein!

Im Bereich Juhlschau-Augaard ist am Wochenende eine Afrikanische Baumschlange gesichtet worden, berichtet der NDR. Mutmaßlich handelt es sich bei dem Tier um dieselbe Schlange, die am 6. Mai schon einmal in Oeversee (Kreis Schleswig-Flensburg) gesehen wurde.

Im Norden: Exotische Giftschlange aufgetaucht

Das Tier ist im Norden alles andere als heimisch – es stammt aus dem südlichen Afrika. Die Schlange ist hellgrün und hochgiftig. Die letzte Meldung wurde vom Landesamt für Umwelt verifiziert. Die Polizei bittet um Hinweise und ruft zu erhöhter Wachsamkeit auf.

Obwohl es sich um eine sehr scheue Art handelt, könne ein Biss tödlich sein, berichtet Schlangenexperte Jörn Krütgen dem Sender. „Die Schlangenart hat ein Gift, das die Blutgerinnung stört und dann zu inneren Blutungen führen kann.“ Dem Experten zufolge setze das Gift erst nach Stunden ein. Im Notfall bliebe also ausreichend Zeit, in ein Krankenhaus zu fahren.

Giftschlangen dürfen in Schleswig-Holstein nicht gehalten werden

Wie der Name bereits vermuten lässt, lebt die Afrikanische Baumschlange überwiegend auf Bäumen und Sträuchern und ernährt sich von Vögeln und Fröschen. Krütgen geht davon aus, dass die Schlange das kältere Klima Schleswig-Holsteins mittelfristig nicht überleben wird.

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Wie das Reptil überhaupt dorthin gelangte, ist bisher nicht bekannt. Giftschlangen dürfen im Bundesland eigentlich nicht gehalten werden. Möglich wäre laut dem Experten auch, dass das Tier in einer Fracht nach Deutschland eingeschleppt wurde.

Man geht davon aus, dass das Tier seit der letzten Sichtung weiter in Freiheit ist: Jetzt solle ein Artenspürhund bei der Suche nach dem Reptil helfen, sagte am Mittwoch ein Sprecher des Landesamtes für Umwelt. Hierzu müssten jedoch zunächst Geruchsproben der Schlange beschafft werden. Das könne beispielsweise abgestreifte Haut oder Kot der Schlange sein, sagte der Sprecher. (mp)

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