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Fliegender Seeadler
  • Einer der zwei jungen Seeadler aus dem Wildpark Eekholt fliegt in die Freiheit.
  • Foto: picture alliance/dpa/Frank Molter

Bei Hamburg: Hier fliegt ein Seeadler in die Freiheit

Majestätisch breitet er seine Flügel, dann fliegt er davon: Vor wenigen Jahrzehnten waren Seeadler aus dem Norden fast vollständig verschwunden, doch mittlerweile sind sie vor allem im Südosten Schleswig-Holsteins wieder regelmäßiger in freier Wildbahn zu sehen. Damit das auch so bleibt, schickte der Wildpark Eekholt zwei seiner aufgezogenen Seeadler nun in die Freiheit.

Die im Wildpark Eekholt aufgezogene Seeadler sind am Freitag im Kreis Plön in die Natur entlassen worden. Beide Jungtiere waren aus ihren Horsten gefallen, eines in Niedersachsen, eines in Schleswig-Holstein. Im Wildpark Eekholt im Kreis Segeberg seien die Vögel auf die Auswilderung vorbereitet worden, teilte die Projektgruppe Seeadlerschutz Schleswig-Holstein mit.

Zwei Seeadler aus dem Wildpark in die Natur entlassen

Die ursprünglich für Dienstag geplante Auswilderung war wegen des schlechten Wetters auf Freitag verschoben worden. Die beiden etwa 3,5 Kilogramm schweren Jungvögel flogen jetzt im Abstand von wenigen Minuten in die Freiheit.

Wildtierärztin Elvira von Schenck entlässt einen der zwei jungen Seeadler zurück in die Freiheit. picture alliance/dpa/Frank Molter
Seeadler wird ausgewildert
Wildtierärztin Elvira von Schenck entlässt einen der zwei jungen Seeadler zurück in die Freiheit.

In diesem Jahr zählte die Projektgruppe nach eigenen Angaben rund 150 besetzte Reviere im nördlichsten Bundesland. Im Vergleich zum Vorjahr seien 14 Revierpaare dazugekommen, fünf Reviere wurden aufgegeben. Bei den 99 brütenden Seeadlerpaaren werden voraussichtlich 151 Jungvögel ausfliegen.

Seeadler breiten sich weiterhin in Schleswig-Holstein aus

„Die Zunahme der Revierpaare zeigt, dass Schleswig-Holstein dem Seeadler noch ausreichend viele Lebensräume bietet und ein Ende der natürlichen Ausbreitung nicht erkennbar ist“, kommentierte die Projektgruppe die Entwicklung. Die bislang weniger besiedelten Gebiete wie Geest und Westküste würden zunehmend in Anspruch genommen. Hauptgebiete seien aber weiterhin die Kreise Plön und Ostholstein.

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Im vergangenen Jahr fanden Mitglieder der Projektgruppe 20 tote Seeadler in Schleswig-Holstein. Sechs davon seien mit Windenergieanlagen kollidiert. Thomas Neumann vom Vorstand der Projektgruppe Seeadlerschutz forderte, das Seeadler-Dichtezentrum in den Kreisen Plön, Ostholstein und im Naturpark Lauenburgische Seen solle von Windenergieanlagen frei bleiben. (dpa/mp)

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