Timo Sievert bei Youtube
  • In seinem Youtube-Video rechnet Timo Sievert mit den Stadtwerken in Norderstedt ab.
  • Foto: youtube/Timo Sievert

1,6 Millionen Euro für Fernwärme: Mann rastet komplett aus

Preiserhöhungen sind derzeit keine Seltenheit. Vor allem bei Strom, Gas und Fernwärme schießen die Kosten in die Höhe. Doch diese Summe ist extrem: 1,6 Millionen Euro soll ein Mann aus Norderstedt für Fernwärme bezahlen – und rastet in einem Video komplett aus.

Ein Brief der Stadtwerke Norderstedt lässt Timo Sievert an die Decke gehen: In einem „Informationsschreiben zum möglichen Energieeinsparpotenzial“ teilen ihm die Stadtwerke mit, dass sie bei ihm mit einem Jahresverbrauch von 9.840.000 kWh rechnen. Die Kosten: 1.647.620,33 Euro. Ein Fehler im Schreiben – und ein Schock für den Feuerwehrmann. Das nahm er nicht still hin.

Norderstedt: Fernwärme für Millionen von Euro

„Habt ihr einen an der Klarinette, oder was?“, poltert Sievert in seinem Youtube-Video. „Wie könnt ihr so ein Schreiben rausschicken?“ Das sei nicht witzig. „Wenn eine Oma so einen Brief bekommt, fällt sie tot vom Sofa runter!“ Der Feuerwehrmann ist bekannt für seine lauten und launigen Videos, in denen er regelmäßig Ansagen macht.

Natürlich handelt es sich bei den Zahlen um einen Fehler. Sievert hat in Norderstedt seit zwei Monaten ein Haus, sieben Zimmer auf 150 Quadratmeter, wie er im Video mitteilt. Ihm sei klar, dass die Zahlen nicht stimmen können. Doch ihn ärgert, dass dieses Schreiben überhaupt verschickt wurde: „Prüft bei euch keiner die Post, die rausgeht?“, brüllt er. „Amateurhaft“ sei das, so Sievert.

Der Unternehmenssprecher der Stadtwerke Norderstedt, Oliver Weiß, bestätigt den Vorfall gegenüber der MOPO. Schuld an dem fehlerhaften Schreiben sei ein Systemfehler. Dadurch, dass Sievert neu einzog, sei der Jahresverbrauch des vorherigen Bewohners für die Prognose als Grundlage der Verbrauchsschätzung genommen worden. Die Fernwärmezähler der Stadtwerke messen immer in Megawattstunden, den Kunden wird Preis und Verbrauch jedoch in Kilowattstunden mitgeteilt. Dabei kam es im System zu einem Umrechnungsfehler, wobei die Summe um 1000 zu hoch sei.

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Der Sprecher bat dafür um Entschuldigung. Auch wenn es nur wenige Briefe betreffe, sei es ein dussliger Fehler. (vd)

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