E-Scooter (Symbolbild).
  • E-Scooter (Symbolbild).
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Streit wegen Überholmanöver: Mann bedroht E-Scooter-Fahrer mit Pistole

Die Polizei musste am Wochenende ins Seebad Warnemünde in Rostock ausrücken, nachdem es dort zu einem ungewöhnlichen Streit zwischen einem Fußgänger und einem Rollerfahrer gekommen war. Ein Mann ärgerte sich dermaßen über einen E-Scooter-Fahrer, dass er seine mitgeführte Waffe aus dem Holster holte und den Rollerfahrer damit bedrohte.  

Den Vorfall bestätigte Polizeipressesprecherin Ellen Klaubert auf Nachfrage. Ihren Angaben zufolge kam es bereits am vergangenen Samstag gegen 15.30 Uhr zu dem Zwischenfall. Auf der Fritz-Reuter-Straße spazierten ein 61-Jähriger und seine 60-jährige Ehefrau, auf dem Gehweg, als beide von einem 36-jährigen E-Scooter-Fahrer überholt wurden.  

Streit eskaliert nach Überholmanöver: E-Scooter-Fahrer wird mit Waffe bedroht

Die Frau ist gehbehindert und somit auf die Hilfe ihres Mannes angewiesen. „Als der Scooter-Fahrer sie überholte, soll sie sich sehr erschrocken haben und fast gestürzt sein“, erklärte Klaubert. Der erzürnte 61-Jährige rief dem 36-Jährigen hinterher.

Dieser drehte um und kam zur „Klärung“ zurück. Zwischen dem Fußgänger und dem Rollerfahrer entstand dann ein hitziger Streit über den Sicherheitsabstand.  


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Während der Scooter-Fahrer diesen für genügend erachtete, hielt ihn der 61-Jährige für zu gering. Während dieses verbalen Streits soll laut Polizei der Fußgänger aus seinem Hüftholster eine Waffe gezogen und in die Luft gehalten haben.  

Schüsse seien aber nicht gefallen, hieß es. Nach der Auseinandersetzung ging das Ehepaar in seine Wohnung in ein Mehrfamilienhaus in der Nähe. Der 36-jährige Scooter-Fahrer verständigte die Polizei. Die Beamten trafen schließlich im Keller dieses Hauses auf die Eheleute. Die Polizisten fanden bei dem 61-Jährigen eine Schreckschusswaffe im Hüftholster.  

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Auf richterliche Anordnung wurde anschließend die Wohnung des Tatverdächtigen durchsucht. Dabei entdeckten die Beamten in verschlossenen Safes Waffen, eine Schreckschusswaffe, Magazine und Munition. Alles wurde sichergestellt.

Laut Polizei ist der 61-Jährige im Besitz des kleinen Waffenscheins. Nun muss sich der Mann wegen des Verdachts der Bedrohung und der Gefährdung des Straßenverkehrs verantworten.

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