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Ostsee-Urlaub: Politiker fordert schnelle Lockerungen für den Tourismus

Der Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige für Mecklenburg-Vorpommern – und leidet wie kaum eine andere Branche unter der Corona-Krise. Obwohl Geschäfte und Sportanlagen allmählich wieder öffnen dürfen, ist für den Tourismus noch keine Lockerung erfolgt. Deshalb stellt Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) klare Forderungen an die Ministerpräsidentin.

Zweitwohnungen, Campingplätze und Außengastronomie bleiben mindestens bis zum 3. Mai geschlossen. Das hat die Landesregierung bis jetzt beschlossen, liegt damit auf einer Linie mit den Vorgaben aus Schleswig-Holstein. Doch wann geht es weiter? Und vor allem wie? Fragen, die sich nicht nur die Touristen stellen, welche sich nach einem Sommerurlaub an der Ostsee sehnen. Auch die Betriebe wünschen sich, das Geschäft bald wieder aufnehmen zu können. Oberbürgermeister Madsen will deshalb zeitnah folgende Punkte umsetzen, wie der NDR berichtet. 

Madsen will zahlreiche Lockerungen umsetzen

Claus Ruhe Madsen

Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) fordert zeitnahe Lockerungen für die Tourismus-Branche.

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dpa

Die Nutzung von Zweitwohnungen und Dauercampingplätzen soll bald wieder möglich sein. Madsen fordert auch, Ferienwohnungen wieder vermieten zu dürfen, sofern eine Selbstversorgung möglich ist.

Zudem soll die Bäderregelung ausgeweitet werden. Eine Anpassung der Ladenöffnungszeiten in Kur- und Erholungsorten sei wichtig, um den Betrieben eine Überlebensperspektive zu geben.

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Auch die Outdoor-Gastronomie soll wieder ermöglicht werden, fordert Madsen. Hierfür könnten dem Oberbürgermeister zufolge den Restaurants kostenfrei städtische Flächen zur Verfügung gestellt werden, damit zwischen den Tischen ausreichend Platz ist.

Außerdem möchte der Oberbürgermeister die Spielplätze wieder öffnen. Die Kinder seien oftmals neben den abgesperrten Geräten aktiv. Deshalb sei es sicherer, die Spielanlagen wieder freizugeben, erklärt Madsen.

Ab wann treten die Lockerungen in Kraft?

Einen Zeitpunkt für das Inkrafttreten nannte der Politiker nicht. In einem Schreiben der Rostocker Pressestelle fallen lediglich Begriffe wie „schnell“ oder „kurzfristig“ – ein konkretes Datum wird jedoch nicht genannt.

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Einen Termin bis zum 1. Mai, den die Ostsee-Zeitung nennt, wollte Stadtsprecher Ulrich Kunze gegenüber dem NDR nicht bestätigen. Die besagten Forderungen schickte Madsen an Ministerpräsidentin Manuela Schleswig (SPD), die sich morgen mit Vertretern der Tourismus-Branche trifft, um weitere Maßnahmen zu besprechen. (mp)

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