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Schilder, auf denen steht ”Großer Abverkauf“ und „Wir schließen diese Filiale“ (Symbolbild)
  • Immer mehr Unternehmen in Deutschland gehen pleite. (Symbolbild)
  • Foto: imago/Müller-Stauffenberg

Norden besonders betroffen: Immer mehr Firmen gehen pleite!

In Deutschland gehen immer mehr Firmen pleite – der Norden ist davon besonders betroffen. In einem Bundesland stieg die Zahl der Insolvenzen sogar um über 50 Prozent. Von einer „Pleitewelle“ kann aber trotzdem nicht die Rede sein.

Im vergangenen Jahr meldeten bundesweit 17.847 Firmen Insolvenz an – das ist ein Anstieg von 22,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das teilte der Informationsdienstleister CRIF mit.

Bremen: Insolvenzen steigen um mehr als 50 Prozent

Der Norden ist von dem Pleite-Anstieg besonders betroffen: In Schleswig-Holstein ist die Zahl der Insolvenzen im vergangenen Jahr um 34,2 Prozent im Vergleich zu 2022 gestiegen – in Bremen waren es sogar fast 54 Prozent!

In Hamburg gab es 78 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen – damit liegt die Hansestadt deutschlandweit auf Platz drei. Nur in Bremen und Berlin gibt es eine höhere Quote. Bundesweit sind vor allem Pflegeeinrichtungen, Call-Center, Gastronomiebetriebe, Fitnessstudios und private Sicherheitsdienste von den Insolvenzen betroffen.

CRIF: Insolvenz-Anstieg ist „Rückkehr zur Normalität“

Laut CRIF könne trotz des Pleite-Plus‘ nicht von einer „Insolvenzwelle“ gesprochen werden – der Anstieg der Firmenpleiten sei eher eine „Rückkehr zur Normalität im Insolvenzgeschehen“, nachdem es in den vergangenen Jahren umfangreiche Unterstützungsprogramme in Milliardenhöhe gegeben habe.

Das Niveau der Firmenpleiten sei deshalb immer noch niedrig. Das wird besonders im Vergleich zum Rekordjahr 2003 deutlich: Damals gab es 39.320 Insolvenzen. Für das Jahr 2024 wird mit 19.800 Insolvenzen gerechnet – ein Plus von elf Prozent im Vergleich zum vergangenen Jahr. Damit werde das Niveau der Jahre vor der Corona-Pandemie erreicht.

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„Das Jahr 2023 war für die Unternehmen geprägt von zahlreichen Herausforderungen, vor allem hohe Energiekosten, Lieferkettenprobleme, geopolitische Unsicherheiten, gestiegene Kreditzinsen und die anhaltende Inflation“, sagt Frank Schlein, der Geschäftsführer von CRIF Deutschland. Der Großteil der Unternehmen sei dennoch weiterhin finanziell gut aufgestellt, auch wenn eine steigende Anzahl an Großinsolvenzen zu weiteren Insolvenzen führen könne. (mp)

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