Ein weiblicher Sternrochen liegt am Nordstrand der Insel Baltrum. Eine Urlauberin hat das Tier beim Sammeln von Bernstein gefunden.
  • Ein weiblicher Sternrochen liegt am Nordstrand der Insel Baltrum. Eine Urlauberin hat das Tier beim Sammeln von Bernstein gefunden.
  • Foto: dpa

Wie kam denn das? Urlauberin entdeckt seltenen Rochen auf Nordseeinsel

Nanu, was ist denn das? Eine Nordseeurlauberin hat am Strand der ostfriesischen Insel Baltrum einen weiblichen Sternrochen entdeckt. Dabei leben die Tiere sonst ganz woanders…

Die Fische lebten eigentlich in der mittleren, tiefen Nordsee, sagte ein Sprecher der Inselgemeinde am Freitag und verwies auf Angaben des Baltrumer Nationalparkhauses. Eher selten würden sich die platten Tiere mit dem markanten langen Schwanz in die südliche Nordsee bis an die Inseln verirren und gefunden werden, hieß es.

Seltener Fund in Baltrum: Tier war fast 50 Zentimeter lang

Die 22 Jahre alte Urlauberin aus Hessen war laut der Gemeinde während ihres Silvesterurlaubs am Baltrumer Nordstrand mit einer Freundin unterwegs, um abends bei Niedrigwasser Bernsteine zu sammeln. Dabei stieß sie auf das 40 bis 50 Zentimeter lange Tier.


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Nach Angaben des Baltrumer Nationalparkhauses sind Rochen-Sichtungen in der Nordsee äußerst selten. Allerdings wurden in den vergangenen Jahren vermehrt Eikapseln von Rochen im Watt um Baltrum entdeckt. Laut der Gemeinde könnte die Sichtung nun ein Hinweis darauf sein, dass sich die Tiere wieder in der südlichen Nordsee ansiedeln.

Rochen in Schleswig-Holstein: Den Tieren geht es in deutschen Meeren nicht gut

Zunächst war auch im Gespräch, dass es sich bei dem Tier um einen noch selteneren Nagelrochen handelte. Bereits 2020 hatte ein Wattführer so ein Tier im Watt zwischen Baltrum und Neßmersiel (Landkreis Aurich) entdeckt. Ein Experte aus Schleswig-Holstein habe den Rochen nun anhand eines Fotos aber als Sternrochen identifiziert, teilte die Gemeinde mit.

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Nach einer Studie 2017 von Wissenschaftlern der Universität Hamburg im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) steht es um Knorpelfische wie Haie und Rochen in deutschen Meeren schlecht. Demnach sei etwa der Nagelrochen vom Aussterben bedroht, Sternrochen seien in unterschiedlichen Graden gefährdet. Als Gründe wurden damals Fischerei, veränderte Lebensbedingungen, Schadstoffe und der Klimawandel genannt. (dpa/ncd)

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