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  • Foto: picture alliance/dpa

Wegen Sturmfluten: Beliebte Nordseeinsel verliert ihren Traumstrand

Wangerooge –

Durch die Sturmflut-Serie der vergangenen Tage sind am Mittwoch erneut Strände und Vorlande der Insel Wangerooge überflutet worden. Eineinhalb Meter über das mittlere Hochwasser stieg das Meer – und richtete dramatische Schäden an: Wo sich der beliebte Hauptstrand befand, fein, weiß und mit Platz für mehr als 1000 Strandkörbe, gähnt jetzt ein Beton-Krater.

Insel-Bürgermeister Marcel Fangohr (parteilos) schätzt den Verlust laut NDR auf 80.000 Kubikmeter Sand, denn nicht nur der traumhaft schöne Badestrand, sondern auch vorgelagerte Sanddünen und Sandpakete litten stark unter den Fluten. 

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Wangerooges Bürgermeister Marcel Fangohr (parteilos) an der Abbruchkante des Strandes.

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picture alliance/dpa

Laut Bürgermeister wurden nach den vergangenen Wintern je rund 50.000 bis 55.000 Kubikmeter Sand ersetzt, doch inzwischen gehen die Reserven im Osten der Insel zur Neige. Letzte Hoffnung: Die Erlaubnis, ausnahmsweise etwas von den geschützten Sandbänken entnehmen zu dürfen, was der Bund bisher verboten hat.

Wangerooge: Beton-Krater statt Sandstrand

„So wie der Strand jetzt ist, können wir nicht mal 100 Strandkörbe hinstellen“, kommentiert Fangohr die kläglichen Strandreste vor der Abbruchkkante. Rund 1.400 stünden dort normalerweise zur Hauptsaison. 

400.000 Euro Schaden durch Sturmflut-Serie

Im vergangenen Jahr hatten die Bewohner der Nordseeinsel bereits mit diesem Problem zu kämpfen. Damals belief sich der Schaden auf rund 300.000 Euro. Doch dieses Mal ist es schlimmer: Fangohr schätzt die Kosten für den Wiederaufbau des Strandes auf ca. 400.000 Euro. 

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Wie der NDR berichtete, äußerte der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), dass es eine ungewöhnliche Serie von Sturmfluten sei, die die Inselküsten gerade erlebten. Nicht nachlassende hohe Windgeschwindigkeiten und die konstante Westwindlage haben bis Mittwochnachmittag für fünf Sturmfluten hinter einander. Inzwischen hat sich die Wetterlage zwar beruhigt und auch die Fähren fahren wieder planmäßig, aber der Schaden bleibt. (se)

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