Schild eines Fahrschul-Autos
  • Wegen sexueller Übergriffe bei der Fahrschule verlor ein Mann in Göttingen seine Berufserlaubnis. (Symbolfoto)
  • Foto: picture alliance/dpa

Sexuelle Übergriffe: Fahrlehrer aus dem Verkehr gezogen

Weil er gegenüber Fahrschülerinnen sexuell übergriffig wurde, hat die Stadt Göttingen (Niedersachsen) einem Fahrlehrer seine Berufserlaubnis entzogen. Zu Recht, wie das Verwaltungsgericht Göttingen urteilte.

Die Stadt hatte dem Mann wegen mehrerer Vorwürfe die Lizenz im Jahr 2019 entzogen. Dieser wiederum hatte gegen den Entzug seiner Lizenz geklagt und bestreitet die Vorwürfe. Zudem seien die Gerichtsverfahren gegen ihn wegen sexueller Übergriffe eingestellt worden, argumentierte er laut der Gerichtsmitteilung.

Göttingen: Fahrlehrer wegen sexueller Übergriffe verurteilt

Dieser Auslegung folgte das Gericht nicht, nachdem unter anderem die ehemaligen Klägerinnen nochmals vernommen wurden. Der Fahrlehrer sei in der Vergangenheit sexuell übergriffig gewesen, urteilte das Gericht. Aus den Schilderungen der ehemaligen Fahrschülerinnen ergebe sich ein in sich stimmiges Bild eines für den Mann offenbar typischen Verhaltensmusters, hieß es. Innerhalb eines Monats kann der Fahrlehrer nun Berufung gegen das zugestellte Urteil einlegen.

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Erst im Januar hatte das Amtsgericht Göttingen einen Fahrlehrer wegen sexueller Belästigung von Fahrschülerinnen zu zehn Monaten auf Bewährung verurteilt. Zudem entzog der Landkreis Göttingen dem 57-jährigen Mann die Erlaubnis, als Fahrlehrer arbeiten zu dürfen, und er musste 4000 Euro an das Göttinger Frauenhaus zahlen. (mp/dpa)

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