Gerald Heere (Bündnis 90/Die Grünen), Finanzminister von Niedersachsen, spricht im niedersächsischen Landtag.
Gerald Heere (Bündnis 90/Die Grünen), Finanzminister von Niedersachsen, spricht im niedersächsischen Landtag.
  • Der Niedersächsische Finanzminister Gerald Heere (Grüne) will eine klimagerechte und gendergerechte Finanzpolitik in Niedersachsen. (Archivbild)
  • Foto: dpa | Moritz Frankenberg

Niedersachsen will klima- und gendergerechte Finanzpolitik

Niedersachsen will seine Finanzpolitik reformieren: Künftig soll bei Entscheidungen geprüft werden, ob diese nachhaltig und geschlechtergerecht sind.

Der neue niedersächsische Finanzminister Gerald Heere will künftig bei der Entscheidung für die Vergabe von Projekten stärker Kriterien der Nachhaltigkeit und des Klimaschutzes berücksichtigen. „Wir wollen deshalb in Wirtschaftlichkeitsberechnungen einen CO2-Schattenpreis einfließen lassen“, sagte der Grünen-Politiker dem Bremer „Weser-Kurier“ am Donnerstag.

Statt reiner Kostenanalyse: Niedersachsen will mehr auf Nachhaltigkeit achten

Bislang sei etwa bei der Vergabe von IT-, Bau oder Verkehrsprojekten nur auf die reinen Kosten geachtet worden. Selbst wenn ein nachhaltiges Projekt kurzfristig teurer sei, könne es bezogen auf den Lebenszyklus deutlich günstiger sein. Diese Faktoren ließen sich gut berechnen, andere Bundesländer hätten damit bereits angefangen.

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Die Koalition habe sich auch auf ein Modellprojekt „Gender Budgeting“ geeinigt, sagte Heere weiter. Dabei gehe es um geschlechtergerechte Haushaltsplanung, bei der es um die Frage gehe, ob Frauen und Männer gleichermaßen von den Projekten profitieren. „Wenn man nur auf ‚günstig, günstig, günstig‘ guckt, gehen solche Aspekte verloren“, sagte Heere. (dpa/mp)

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