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Eingang des AKW Emsland in Lingen
  • Das AKW Emsland in Lingen bleibt bis zum 15. April 2023 am Netz. Der Beschluss wird von den Parteien unterschiedlich aufgenommen. (Archivfoto)
  • Foto: dpa | Sina Schuldt

Laufzeit verlängert – AKW im Norden geht trotzdem vom Netz

Erst vor kurzem war der Weiterbetrieb bis zum April 2023 beschlossen worden. Dennoch wird das AKW Emsland in Lingen zum Beginn des neuen Jahres heruntergefahren – für zwei Wochen.

Vorgesehen sei ein Zeitfenster Ende Januar beziehungsweise Anfang Februar, sagte eine Sprecherin des Betreibers RWE am Freitag. Im Entwurf für die Novelle des Atomgesetzes wird die geplante zweiwöchige Pause bereits erwähnt.

„Das Kernkraftwerk Emsland muss voraussichtlich Ende Januar 2023 für etwa zwei Wochen heruntergefahren werden, um die Brennelemente im Kern zu rekonfigurieren“, heißt es darin. Anschließend könne die Anlage bis zum 15. April ihren Leistungsbetrieb fortsetzen.

Lingen: AKW Emsland geht für zwei Wochen vom Netz

Am Freitag berichtete „Bild“ von einer parlamentarischen Anfrage der Union an das Bundeswirtschaftsministerium zu diesem Thema. Aus der Antwort geht hervor, dass das AKW Emsland ohne die Beschaffung und den Einsatz neuer Brennelemente bis zum 15. April 2023 betrieben werden könne. Die erwarteten monatlichen elektrischen Leistungen sind demnach allerdings geringer als Ende 2022.

Andreas Lenz, energiepolitischer Sprecher der CSU-Landesgruppe im Bundestag, sagte „Bild“: „Ohne die Bestellung neuer Brennstäbe nimmt die Stromproduktion dramatisch ab.“ Die Entscheidung müsse schnellstens korrigiert werden.

Drei deutsche AKW sollen bis spätestens April weiterlaufen

Die verbleibenden drei deutschen Atomkraftwerke Emsland, Isar 2 und Neckarwestheim 2 sollen bis maximal Mitte April kommenden Jahres weiterlaufen können. Der Entwurf für die Novelle des Atomgesetzes wurde am 19. Oktober vom Bundeskabinett beschlossen. Laut dem Entwurf ist der Einsatz neuer Brennstäbe nicht zulässig.

Die Informationen zu den verfügbaren Kapazitäten der drei Atomkraftwerke seien bereits in den Berechnungen der zweiten Sonderanalyse zum Winter 2022/2023 berücksichtigt worden, sagte eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums am Freitag. Die Annahmen für die einzelnen Kraftwerke seien transparent in den Ergebnissen zum zweiten Stresstest veröffentlicht worden. (dpa/mp)

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