Helfer:innen stehen vor einer Dekontaminationsschleuse
  • Helfer:innen bauen vor der Klinik eine Dekontaminationsschleuse für die Verletzten auf.
  • Foto: dpa

Kampfmittel gesprengt: Soldaten und Sprengmeister in Klinik

Bei Arbeiten zur Kampfmittelbeseitigung auf dem Bundeswehrgelände bei Meppen im Emsland, wo vor drei Jahren wochenlang das Moor brannte, sind am Mittwoch sieben Menschen verletzt worden. Fünf Bundeswehrangehörige und zwei externe Sprengstoffexperten mussten am Abend ins Krankenhaus gebracht werden.

Auf dem Gelände waren routinemäßig nicht mehr transportfähige Kampfmittel gesprengt worden. Danach sollte kontrolliert werden, ob auch wirklich alle Kampfmittel beseitigt wurden. Dabei habe ein erster Mitarbeiter über Atemwegsprobleme geklagt, danach hätten sich weitere Arbeiter mit Beschwerden gemeldet. Vermutlich atmeten die Munitionsexperten Reizgase ein.

Meppen: Verletzte bei Kampfmittelsprengung

Daraufhin seien der Rettungsdienst der Bundeswehr und die örtliche Feuerwehr verständigt worden und die Mitarbeiter wurden ins Krankenhaus eingeliefert. Schwer verletzt worden sei aber niemand, sagte ein Sprecher der Feuerwehr im Emsland. Das Krankenhaus habe dann die Kreisfeuerwehr verständigt, weil die sieben Patienten zunächst gereinigt werden mussten, bevor sie in die Klinik gebracht werden konnten.

„Wir gehen davon aus, dass es sich um Tränengas gehandelt hat“, sagte ein Sprecher der Wehrtechnischen Dienststelle 91, wo die Kampfmittel gesprengt wurden. Die Betroffenen hätten nur leichte Atemwegsreizungen davongetragen. Weil man kein Risiko eingehen wollte, seien sie vorsichtshalber ins Krankenhaus gebracht worden.

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Die Wehrtechnische Dienststelle 91 im Emsland dient zur Waffen- und Munitionserprobung. Vor drei Jahren gab es auf dem Gelände einen wochenlangen Moorbrand, der bei einem Waffentest ausgebrochen war. (dpa/lm)

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