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Die Meyer Werft in Papenburg
  • Die Meyer Werft in Papenburg. Hier sollen bis zu 440 Mitarbeiter entlassen werden.
  • Foto: dpa

Kahlschlag in Papenburg: Meyer Werft will bis zu 440 Stellen abbauen

Die Papenburger Meyer Werft will mehrere Hundert Stellen abbauen. Das bestätigte das Unternehmen am Mittwochvormittag. Die Konzernspitze hatte die Mitarbeiter am Dienstag bereits schriftlich über den geplanten Abbau informiert.

Wie ein Sprecher der Meyer Werft erklärte, sollen bis zu 440 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlassen werden. Hintergrund sei die angespannt finanzielle Lage der Werft. Es stehe bisher nicht fest, welche Unternehmensbereiche von möglichen Entlassungen betroffen seien werdeen. Nach Informationen des NDR müssen sich vor allem die Ingenieure aus den Bereichen Forschung, Design und Entwicklung Sorgen machen.

Krise auf der Meyer Werft in Papenburg: Unternehmen will 440 Mitarbeiter entlassen

Der Betriebsratschef der Werft, Andreas Hensen, zeigte sich gegenüber dem Sender entsetzt. Ein Abbau von Arbeitsplätzen und betriebsbedingten Kündigungen sei nicht mit dem Betriebsrat zu machen, so Hensen gegenüber dem NDR.

Am Mittwochvormittag soll es eine Betriebsversammlung zur aktuellen Situation geben. Dabei soll die Belegschaft über die Pläne genauer informiert werden. Laut Betriebsrat wird sich Sanierer Ralf Schmitz dort kritischen Fragen stellen müssen. Er sei von der Werft vor einigen Wochen beauftragt worden, Einsparpotenziale zu ergründen.

Die Meyer Werft muss bis 2027 wieder ausreichendes Eigenkapital erwirtschaften. Im November muss die Werft mehr als eine halbe Milliarde Euro an Krediten zurückzahlen.

Beschäftigte und Gewerkschaft IG Metall fordern Unterstützung von der Politik

Die Beschäftigten der Werft und die Gewerkschaft IG Metall hatten vergangene Woche angesichts der angespannten finanziellen Lage Unterstützung von der Politik gefordert. „Es ist für uns als Mitarbeiter unerträglich zu sehen, wie die Aussicht auf Entlassungen und finanzielle Einschnitte unseren Arbeitsplatz und unsere Existenzgrundlage gefährdet“, hieß es in einem Schreiben an die Landtagsabgeordneten.

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In dem Dokument fordern die Mitarbeiter von den politischen Entscheidungsträgern, konkrete Maßnahmen, um die Werft und andere Unternehmen in ähnlicher Lage zu stärken. Zitat: „Die Meyer Werft ist nicht nur ein wichtiger Arbeitgeber, sondern auch ein bedeutendes Symbol für die maritime Tradition und die industrielle Stärke unserer Region.“ 

Niedersachsens Wirtschaftsministerium hat bereits angekündigt, sich für einen Erhalt der Arbeitsplätze einzusetzen. (ng)

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