Daniela Behrens (SPD)
  • Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) hat sich zu einer möglichen neuen Corona-Strategie geäußert.
  • Foto: picture alliance/dpa/Moritz Frankenberg

Inzidenzwerte adé? Niedersachsen plant neue Corona-Strategie

Wie in ganz Deutschland steigen auch in Niedersachsen die Inzidenzen wieder an. Die Lage in den Krankenhäusern ist allerdings entspannt, weswegen das Land momentan an einer völlig neuen Corona-Strategie arbeitet.

Es werde darüber nachgedacht, die Corona-Grenzwerte im Stufenplan deutlich anzuheben, sagte Niedersachsens Sozial- und Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Die heutige 50 könne dann deutlich höher angesetzt werden.

Neue Corona-Strategie in Niedersachsen: Verabschiedung von Inzidenzwerten

Ein anderer Schritt geht sogar noch weiter: Alternativ ist laut Behrens denkbar, „dass wir uns generell von der Reglementierung aller gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereiche verabschieden und stattdessen hauptsächlich auf den Schutz besonders gefährdeter Bereiche setzen“.

Über beide Modelle werde innerhalb der Landesregierung momentan diskutiert. Dennoch geht die Ministerin davon aus, „dass die absoluten Grundregeln wie Abstand, Hygiene, Maske und Lüften uns aber in jedem Fall weiter begleiten werden“.

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Gleichzeitig werde das Land an seiner Impf-Empfehlung für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren festhalten. Die Einwände der Ständigen Impfkommission (Stiko) wies Behrens als „nicht nachvollziehbar“ zurück. Die Stiko sei zwar der wissenschaftliche Expertenrat, aber die Verantwortung der Impfkampagne liege letztlich bei der Politik. (alu/mp)

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