Tierpflegerin mit Wildschweinen
  • Tierpflegerin Franka Standke mit ihren borstigen Schützlingen.
  • Foto: Bettina Blumenthal

Diese Tierpflegerin ist „Uroma“ mit 23 Jahren

„Ich freu mich mega“, sagt Franka Standke. Sie ist 23 und schon Uroma – und das gleich mehrfach. Wie das geht? Standke ist Tierpflegerin im Wildpark Schwarze Berge in Rosengarten (Landkreis Harburg). Vor drei Jahren hat sie das Findelkind Edda, ein Wildschwein, mit der Flasche aufgezogen. Edda schlief anfangs sogar bei ihr mit im Bett. Später haben die beiden gemeinsam Spaziergänge durch den Park gemacht.

„Edda ging ganz klasse an der Leine, und es fiel mir zuerst sehr schwer, sie dann in ihre Gruppe mit den anderen Schweinen zu lassen“, erzählt die Schweinchen-Ziehmutter. „Obwohl ich sie ja jeden Tag sehen kann.“ Edda kommt normalerweise immer noch angeflitzt, wenn Standke sie ruft.

Wildpark Schwarze Berge: Tierpflegerin ist „Uroma“

Doch jetzt hat Edda wenig Zeit für sie, denn Edda ist erneut Mama geworden. Gleichzeitig hat ihre Tochter Mila auch süßen Nachwuchs bekommen. So ist Tierpflegerin Standke nun nicht nur Oma, sondern auch noch Uroma geworden.

Wildschweinbabys
Der süße Nachwuchs wird nicht aus den Augen gelassen.

Das alles auf den Tag genau drei Jahre, nachdem Franka, Edda erstmals die Flasche gab. „Die beiden machen das ganz toll“, findet Franka. „Ich bin total stolz, auch wenn ich jetzt für einige Zeit bei den Mamas abgemeldet bin.“


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Das Heu, das Franka ihrer Edda zum Kesselbau – so wird die Kinderstube der Frischlinge genannt – brachte, hatte die Wildschwein-Mama sofort angenommen und weggeschleppt. In der Mitte des Geheges hat sie damit unter Zweigen ein bequemes Plätzchen gebaut. Hier wird getobt, gerangelt und gekuschelt. 

Wildschweinbabys
Soooo niedlich, die kleinen Schweinchen!

Die kleine Rasselbande unternimmt mit ihren fünf Tagen schon erste Ausflüge. Die anderen Wildschweine dürfen den kleinen Frischlingen dabei allerdings nicht zu dicht kommen. Da verstehen die beiden Mama keinen Spaß. 

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Welche der zwölf Frischlinge zu welcher Mama gehören, ist nicht auszumachen. Das kann selbst die Tierpflegerin nicht sagen. Denn die beiden Mütter sind unzertrennlich und kümmern sich gemeinsam um ihren Nachwuchs. „Aber das macht nichts, ist ja eine Familie“, sagt Standke und lacht.

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