Feuerwehr in Braunschweig.
  • In der Nacht musste die Feuerwehr in Braunschweig zu einem Großeinsatz bei einem Testzentrum ausrücken.
  • Foto: Swen Pförtner/dpa

Corona-Testzentrum brennt aus und stürzt zusammen

Großeinsatz für die Feuerwehr Braunschweig: Sie musste stundenlang gegen die Flammen in einem ehemaligen Drogeriemarkt kämpfen, der zum Corona-Testzentrum umgebaut worden war. Die gute Nachricht: Verletzt wurde bei dem Brand niemand.

Ein als Corona-Testzentrum genutzter ehemaliger Drogeriemarkt ist in der Nacht zum Sonntag in Braunschweig ausgebrannt. Die Löscharbeiten gestalteten sich nach Angaben der Feuerwehr schwierig, da sich die Flammen rasant in dem rund 1500 Quadratmeter großen Gebäudekomplex ausbreiteten. Bereits nach einer halben Stunde begannen Teile des Flachdaches einzustürzen. Fenster waren aufgrund der Hitze zersprungen, so dass dichter Rauch nach draußen quoll. Die Rauchsäule war noch nach Sonnenaufgang über der Stadt sichtbar. Laut Feuerwehr wurde bei dem Einsatz niemand verletzt. Nach bisherigen Erkenntnissen habe sich in der Nacht niemand in dem Testzentrum befunden.

Großeinsatz für die Braunschweiger Feuerwehr

Der Brand war kurz nach 1 Uhr in dem ehemaligen Drogeriemarkt im Stadtteil Schwarzer Berg nahe des Ölpersees ausgebrochen. Die Ursache für das Feuer war zunächst unklar. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. An dem Gebäude entstand ein Totalschaden. Dieser konnte aber zunächst nicht beziffert werden.

Corona-Testzentrum Braunschweig.
Das Corona-Testzentrum brannte aus und stürzte in sich zusammen.

Die Menschen im angrenzenden Wohngebiet wurden aufgefordert, wegen der massiven Rauchentwicklung Fenster und Türen geschlossen zu halten. Eine Gefährdung der Anwohner habe aber zu keiner Zeit bestanden, hieß es. Nach Angaben des Lagedienstführers waren rund 160 Feuerwehrleute wegen des Großfeuers im Einsatz. Sie verhinderten ein Übergreifen der Flammen auf direkt angrenzende Geschäfte.

Brand in Testzentrum: 160 Feuerwehrleute im Einsatz

Der Brand musste von außen gelöscht werden, weil das gesamte Gebäude drohte, einzustürzen. Um den großen Wasserbedarf zum Löschen sicherzustellen, nutzten die Einsatzkräfte ein spezielles System, um Wasser aus dem Ölpersee zu pumpen. Dieses System sei in den letzten Jahren auch vermehrt bei Wald- und Flächenbränden in Niedersachsen und anderen Bundesländern zum Einsatz gekommen, erklärte die Braunschweiger Feuerwehr.

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Schließlich wurden Teile der Außenwände des Marktes mit einem Radlader des Technischen Hilfswerks (THW) eingerissen, um zu den Brandnestern im Innern zu gelangen. Die Nachlöscharbeiten dauerten am Sonntag an. (dpa/mp)

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