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Das atomare Zwischenlager Gorleben soll besser geschützt werden.
  • Das atomare Zwischenlager Gorleben soll besser geschützt werden.
  • Foto: picture alliance/dpa/Philipp Schulze

Angst vor Terrorangriffen im Atommüll-Lager: Gorleben bekommt eine Mauer

Der Standort im Wendland wird kein Atommüll-Endlager. Dennoch lagern hier noch Jahrzehnte radioaktive Abfälle. Zum Schutz vor Terrorangriffen soll unter anderem eine neue Sicherungszentrale entstehen.

Zum Schutz des niedersächsischen Atommüll-Zwischenlagers Gorleben (Landkreis Lüchow-Dannenberg) zum Beispiel vor Terrorattacken wird eine Schutzwand rund um die Halle mit hochradioaktiven Abfällen errichtet. Auch eine neue Sicherungszentrale soll in den nächsten drei bis dreieinhalb Jahren entstehen, wie die bundeseigene Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) mitteilte. Über die Bauvorbereitungen hatte zunächst die  „Elbe-Jeetzel-Zeitung“ berichtet. 

Gorleben: Atommüll-Lager soll besser geschützt werden

„Der Schutz der Zwischenlager gegen Terroranschläge oder kriminelle Handlungen wird permanent neu bewertet und an sich verändernde Bedrohungslagen angepasst“, sagte ein BGZ-Sprecher. Auch Maßnahmen aus dem Bereich der IT-Sicherheit und der Umbau der Hauptzufahrt zählten zu dem Projekt.

Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg kritisierte die geplante Schutzmauer. Die nur 20 Zentimeter starke Decke der Halle sei der Schwachpunkt, vor allem im Fall eines Flugzeugabsturzes, sagte der Sprecher der Bürgerinitiative, Wolfgang Ehmke. 

Bürgerinitiative kritisiert: Hallendecke sei der Schwachpunkt

Der Betreiber wies diese Kritik zurück. Die Sicherheit der Zwischenlagerung sei auch vom Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung als zuständiger Genehmigungsbehörde geprüft und bestätigt worden, hieß es.

Nach jahrelangem Streit um den Standort Gorleben war der Salzstock im Landkreis Lüchow-Dannenberg im Jahr 2020 aus der Endlagersuche für Atommüll herausgefallen. Er bleibt aber noch lange Atommüllstandort: Gorleben hat ein Lager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle sowie ein Lager mit Transportbehältern mit hochradioaktivem Müll (Castorlager). Die Genehmigung für das Zwischenlager Gorleben erlischt 2034. 

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Eine verlängerte Zwischenlagerung sei notwendig, da die Bundesgesellschaft für Endlagerung frühestens in den 2040er-Jahren mit der Benennung eines Endlagerstandorts für hochradioaktive Abfälle rechne, sagte der BGZ-Sprecher. Dann werde es noch mehrere Dekaden dauern, bis das Endlager gebaut und alle Behälter an dieses abgegeben seien. So lange würden die Behälter mit den hochradioaktiven Abfällen in Gorleben zwischengelagert.  (dpa/vd)

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