Mehrere Kilogramm Cannabis liegen auf einem Tisch im Landeskriminalamt Niedersachsen. 132 Millionen Euro Schaden verursachte organisierte Kriminalität meist mit Drogenhandel und – schmuggel im vergangenen Jahr.
  • Mehrere Kilogramm Cannabis liegen auf einem Tisch im Landeskriminalamt Niedersachsen. 132 Millionen Euro Schaden verursachte organisierte Kriminalität meist mit Drogenhandel und -schmuggel im vergangenen Jahr.
  • Foto: picture alliance/dpa/Ole Spata

132 Millionen Euro Schaden! Kriminelle Banden sorgen für Ärger im Norden

Immer mehr kriminelle Banden treiben im Norden ihr Unwesen. Die niedersächsische Polizei hat im vergangenen Jahr in 68 Verfahren im Bereich Organisierte Kriminalität (OK) ermittelt – dies waren vier mehr als 2019. 

In 30 Fällen ging es um Drogenhandel beziehungsweise -schmuggel, weitere Schwerpunkte waren Betrugsmaschen wie falsche Poliziste, der Enkeltrick sowie die Sprengung von Geldautomaten. Zur Bekämpfung von international agierenden Banden sei Personal in den Behörden aufgestockt worden, sagte Innenminister Boris Pistorius am Montag in Hannover. 

Kriminelle Banden im Norden 

„Wir müssen diesen Tätern auch über die digitalen Grenzen hinweg folgen können“, betonte der SPD-Politiker. Die Strafkammern der Landgerichte seien ebenfalls personell verstärkt worden, sagte Justizministerin Barbara Havliza (CDU).


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Die Landesregierung erstellt jedes Jahr ein „Lagebild Organisierte Kriminalität“, um Strategien für den Kampf gegen die Täternetzwerke zu entwickeln. Der durch organisierte Kriminalität entstandene Schaden betrug im vergangenen Jahr 131,9 Millionen Euro – 2019 waren es nur 32,4 Millionen Euro. 

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Die hohe Summe 2020 ist allerdings mit einem einzigen Cybercrime-Verfahren zu erklären, das einen Schaden von etwa 103 Millionen Euro verursachte, wie Landespolizeipräsident Axel Brockmann erläuterte. Hierbei sei der Großteil des Schadens – mehr als 100 Millionen Euro – im Ausland entstanden. (dpa/se)

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