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Beke Marquard
  • Beke Marquard mit einem Kamel von ihrem Hof.
  • Foto: picture alliance/dpa/Sina Schuldt

11 Euro pro Liter: Kamelmelker machen ordentlich Kasse

In arabischen Ländern wird es schon lange geschätzt, in Deutschland ist es hingegen ein exotisches Nischenprodukt – Kamelmilch. Auf einem Hof im Landkreis Rotenburg/Wümme wird das Produkt vermarktet, durch eine EU-Zulassung sind die Verkäufe jetzt rasant gestiegen.

Für die Familie Marquard in Hiddingen im Landkreis Rotenburg/Wümme ist der Absatz ihrer Kamelmilch deutlich gestiegen. Der Grund ist eine EU-weite Zulassung, die Ende vergangenen Jahres in Kraft getreten ist und neue Vertriebsmöglichkeiten bietet: „Wir dürfen jetzt versenden und damit ist unsere Vermarktung um 500 Prozent gestiegen“, sagt Beke Marquard.

Familienunternehmen nahe Bremen verkauft Kamelmilch

Beim Verschicken muss die Milch dabei pasteurisiert sein, wofür Beke Marquard zusammen mit ihrem Mann Andreas ein schonendes Verfahren bei 72 Grad für eine Minute anwendet. Direkt ab Hof ist die Milch unbehandelt, wobei hier noch Potenzial nach oben da sei.

Im niedersächsischen Hiddingen wird Kamelmilch hergestellt und verkauft. picture alliance/dpa/Sina Schuldt
Kamelmilchflasche
Im niedersächsischen Hiddingen wird Kamelmilch hergestellt und verkauft.

Der Liter kostet elf Euro, der Geschmack ist der Kuhmilch ähnlich, soll aber laut Studien einen höheren Vitamingehalt haben. Nachgesagt wird der besonderen Flüssigkeit, ursprünglich ein Getränk der Beduinen, wegen seiner Inhaltsstoffe ein positiver Einfluss auf Krebszellen, Allergien und Diabetes-Erkrankungen.


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Zudem enthält sie weniger Fett und ist für Menschen mit Laktoseintoleranz angeblich besser verträglich. In arabischen Ländern wird sie seit Ewigkeiten geschätzt. Auch in Österreich wird sie zur Käseherstellung genommen, wobei Stammkunden auch aus Schweden und Ungarn kommen.

Die Marquards sind nach eigenen Angaben die einzigen, die in Deutschland Kamele melken. Derzeit haben sie 60 Kamele, neun davon sind Fohlen. Ein Dutzend Tiere ist noch trächtig.

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Am 1. April öffnet auch wieder der Tierpark der Familie. „Wegen Corona waren wir ab dem Frühjahr in der vergangenen Saison ausgebucht“, erzählt Beke Marquard. Die Reitausflüge seien bei den inländischen Urlaubern besonders beliebt.

Unsicher ist noch, ob im September das europäische Kamelfest in den Niederlanden stattfinden wird. Das Ehepaar Marquard will mit seinen Tieren an dem Kamelrennen teilnehmen. (dpa/mp)

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