Zwar ist die Zahl der Arbeitsunfälle zurück gegangen, trotzdem sind sieben Menschen ums Leben gekommen. (Symbolbild)
  • Zwar ist die Zahl der Arbeitsunfälle zurück gegangen, trotzdem sind sieben Menschen ums Leben gekommen. (Symbolbild)
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Weniger Arbeitsunfälle im Norden – dennoch sieben Tote

Die Zahl der Arbeitsunfälle mit besonders schweren oder tödlichen Folgen ist nach vorläufigen Zahlen im zu Ende gehenden Jahr im Vergleich zu 2020 gesunken. Die Vorgaben zur Verhinderung von Arbeitsunfällen sind umfangreich. Dennoch ereignen sich immer wieder Unfälle mit teils schlimmen Folgen. Eine Branche ist, trotz rückläufiger Zahlen insgesamt, besonders betroffen.

Weniger Arbeitsunfälle mit schweren oder tödlichen Folgen im Vergleich zu 2020: Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock berichtet, wurden bis zum 17. Dezember diesen Jahres 66 solcher Fälle registriert, im gesamten Jahr 2020 waren es 83.

Den Angaben zufolge sind in diesem Jahr landesweit bisher 56 Beschäftigte bei der Arbeit besonders schwer verletzt worden. Fünf Menschen starben bei einem Arbeitsunfall, zwei weniger als 2020. Auf dem Weg zur Arbeit, beziehungsweise auf dem Heimweg, verunglückten zwei Beschäftigte tödlich, vier wurden schwer verletzt.


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Arbeitsunfälle im Norden: Die meisten ereignen sich im Baugewerbe

Den Schwerpunkt der Unfälle bildete der Behörde zufolge das Baugewerbe, dort verunglückten 15 Beschäftigte sehr schwer und zwei tödlich. Einige der Arbeitsunfälle im Baugewerbe seien Stürze aus großen Höhen, unter anderem, weil Leitern nicht gegen Verrutschen gesichert waren oder die Stabilität von Decken- oder Dachelementen nicht mehr gegeben war. In der Industrie gab es elf besonders schwere und zwei tödliche Unfälle.

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Nach Lagus-Angaben werden Arbeitsunfälle, die eine Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Tagen nach sich ziehen, als schwere Arbeitsunfälle bezeichnet. In diesem Fall seien Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet, das Lagus und den Unfallversicherungsträger zu informieren. Aufgrund der Vielzahl der eingehenden Unfallanzeigen sei es aber nicht möglich, allen Meldungen nachzugehen. Daher konzentrierten sich die Unfalluntersuchungen in der Regel auf Arbeitsunfälle mit tödlichen beziehungsweise besonders schweren Verletzungsfolgen. (dpa/mp)

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