Manuela Schwesig
  • Manuela Schwesig (SPD), die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, könnte laut einer „Spiegel“-Recherche zu Nord Stream 2 gelogen haben.
  • Foto: picture alliance / dpa/Jens Büttner

„Spiegel“-Recherchen: Hat Schwesig bei Klimastiftung gelogen?

Die Vorwürfe könnten Folgen nach sich ziehen – Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) könnte nach Darstellung des Nachrichtenmagazins „Spiegel“ den Landtag über die umstrittene Klimastiftung MV falsch informiert haben.

Das Magazin zitiert in einem am Freitag veröffentlichten Artikel den heutigen Innen- und früheren Energieminister Christian Pegel (SPD) mit den Worten: „Die Stiftung sollte ja ein Schutzschirm für Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern werden und wir wollten nicht, dass amerikanische Sanktionswirkungen auf das Land durchschlagen.“ Aus diesen Gründen habe man eine Stiftung mit großer Unabhängigkeit vom Land geschaffen.

Schwesig könnte laut „Spiegel“-Recherche falsch zu Nord Stream 2 informiert haben

Der Medienbericht zieht daher den Schluss, dass die Stiftung offenbar primär auf die Unterstützung der umstrittenen Gaspipeline Nord Stream 2 zugeschnitten wurde, nicht auf den Klima- und Umweltschutz. Hierfür spreche auch die große Eile, mit der die Stiftung gegründet wurde.


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Der „Spiegel“ sieht das im Widerspruch zu Schwesigs Aussage im Landtag: „Hauptzweck dieser Stiftung ist Klima- und Umweltschutz.“ Sei dies nur ein Vorwand gewesen, hätte die Ministerpräsidentin dem Text zufolge das Parlament getäuscht. Der Bericht zitiert zudem den Regierungssprecher in Schwerin, der Klima- und Umweltschutz sei „das erklärte Ziel zum Zeitpunkt der Aussage der Ministerpräsidentin“ gewesen.

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In einer Mitteilung stellte die Staatskanzlei am Freitagabend ihre Sicht klar: „Es hat bei der Gründung der Stiftung keine Täuschung des Landtages gegeben.“ Den Abgeordneten seien die beiden Ziele der Stiftungsgründung – der Klimaschutz auf der einen und die Unterstützung der Pipeline auf der anderen – immer klar vermittelt worden. „Alle Abgeordneten wussten, worüber sie abgestimmt haben“, hieß es. (dpa/mp)

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