Mutmaßlich brutaler Akt der Selbstjustiz wird vor dem Landgericht Neubrandenburg fortgesetzt (Symbolbild)
  • Mutmaßlich brutaler Akt der Selbstjustiz wird vor dem Landgericht Neubrandenburg fortgesetzt (Symbolbild)
  • Foto: Christian Charisius/dpa/Pool/dpa

Prozess: Mann misshandelt und zum Sterben in Bunker geworfen

Am Landgericht Neubrandenburg wird am Dienstag der Prozess um einen brutalen Akt von Selbstjustiz fortgesetzt. Angeklagt sind eine 26-jährige Frau aus Lärz (Mecklenburgische Seenplatte), ihr Ex-Lebensgefährte und zwei jüngere Bekannte.

Ihnen werden versuchter Mord und Freiheitsberaubung vorgeworfen. Sie sollen Ende Februar einen Nachbarn schwer misshandelt, erniedrigt, gequält und in einen abgelegenen Militärbunker verschleppt haben, wo er sterben sollte, wie die Vertreterin der Staatsanwaltschaft erläutert hatte.

26-Jährige behauptet, Nachbar habe ihre Kinder sexuell missbraucht

Die 26-Jährige soll nach einer gemeinsamen Grillfeier behauptet haben, der Nachbar habe ihre zwei und sechs Jahre alten Kinder sexuell missbraucht. Beweise hierfür gab es laut Staatsanwaltschaft aber nicht. Dem 39-jährigen Geschädigten wurden unter anderem „Tätowierungen“ mit einem Teppichmesser eingeritzt, zudem wurde er geschlagen und getreten. Später sei dem Opfer ein Sack über den Kopf gezogen und er zu dem Bunkergelände gebracht worden. Dort war der Mann weiter misshandelt und schwer verletzt in einen Schacht gestoßen worden.

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Das Opfer konnte sich trotz der Verletzungen aus dem Bunkerschacht am nächsten Tag befreien, sich zu einem Haus schleppen und Hilfe holen. Ein Urteil soll im Februar 2022 gefällt werden. Auf einem ehemaligen Militärflugfeld in Lärz findet auch das Fusion-Festival statt.

Am zweiten Verhandlungstag will die Kammer die ersten Zeugen anhören. (mp/dpa)

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