Pangea-Festival gestartet
  • Erste Gäste des Pangea-Festivals auf dem ehemaligen Flugplatz in Pütnitz haben Spaß. Das Festival läuft noch bis Sonntag.
  • Foto: Bernd Wüstneck/dpa

Festival startet mit 15.000 Besuchern – und ewig langen Schlangen

Es ist eine der größten Veranstaltungen, die der Norden seit längerer Zeit gesehen hat. Bis zu 15.000 Menschen werden bis Sonntag zum Pangea-Festival in Pütnitz (Landkreis Vorpommern-Rügen) erwartet – und die ganze Veranstaltungsbranche schaut zu. Zum Auftakt gab es am Donnerstag allerdings ein paar Schwierigkeiten, weil die Technik streikte.

Eigentlich sollte am Vormittag der Einlass auf das Festival-Gelände auf dem ehemaligen Flugplatz in Pütnitz beginnen. Allerdings funktionierten Scanner nicht, mit denen die Tickets überprüft werden, hieß es von Mitarbeitenden des Festivals. Deswegen wurden Hunderte Fahrzeuge zunächst auf die Zufahrtswege des Platzes geleitet, um die Straßen und Ortschaften in der Region zu entlasten. Tausende Besucher:innen harrten in ihren Fahrzeugen aus, bevor am Mittag der Einlass beginnen konnte.

Pangea-Festival bietet Musik, Sport und Workshops

Bis Sonntag erwarten das Publikum neben Musik auch zahlreiche Sportaktionen und Workshops. Spontane Interessenten bleiben allerdings draußen – in diesem Jahr gab es nur Tickets für das gesamte Wochenende. Bis zu 15.000 Feiernde dürfen kommen, allerdings unter Auflagen. Wer zur Gruppe der Geimpften oder Genesenen zählt, muss vor Betreten des Geländes einen kostenfreien Antigen-Schnelltest durchführen.

Am dritten Veranstaltungstag ist ein weiterer Schnelltest fällig. Alle anderen Besucher:innen mussten ein PCR-Test-Ticket buchen. Dies beinhaltet einen entsprechenden Test vor der Anreise und einen Pooling-Test nach 48 Stunden. Kinder bis einschließlich fünf Jahren müssen keinen Test machen. Überall auf dem Gelände gelten die AHA-L-Regeln. Zudem gibt es nur Einzeltoiletten und -duschen – manch eine:r dürfte das sogar als Verbesserung sehen.

Pangea-Festival Auto Warteschlange
Kilometerlange Autoschlangen standen am Donnerstag vor dem Gelände des Pangea-Festivals.

Die Einschränkungen hielten offenbar kaum jemanden davon ab, sich auf den Weg nach Pütnitz zu machen. 95 Prozent der Karten habe man verkaufen können, berichtete Festival-Erfinder Hans Jensen der „Ostsee-Zeitung“. Er weiß, dass nicht nur die Besucher:innen auf das Pangea-Gelände schauen: „Das ist für uns alle hier endlich wieder etwas Greifbares, etwas, das Hoffnung macht“.

An der Organisation war bei der achten Ausgabe des Festivals nicht nur das übliche Team beteiligt. Es brauchte ein sicheres Konzept für das erste Festival unter Corona-Bedingungen. Dieses Konzept haben Expert:innen der Universität Portsmouth, das Gesundheitsamt des Landkreises und das Landesgesundheitsamt gemeinsam erarbeitet.

Pangea-Festival gibt der ganzen Branche „Hoffnung“

Das Pangea-Festival dient damit auch als eine Art Blaupause dafür, wie schon bald wieder größere Veranstaltungen mit zigtausend Besucher:innen sicher stattfinden könnten. Werte und Daten, die im Laufe des Festivals gesammelt werden, sollen der Veranstaltungsbranche möglichst genaue Erkenntnisse zum Thema Infektionsschutz und Sicherheit liefern. „Es muss für die Gesellschaft besser sein, das Festival zu machen, als es nicht zu machen“, sagte Jensen weiter.

Schon vor dem Start mussten sich alle, die beim Aufbau geholfen haben, beim Betreten des Geländes täglich einem Corona-Test unterziehen. Die Helfer:innen am Wochenende werden ein- oder zweimal täglich getestet, je nach Impfstatus. So sollen eventuelle Auffälligkeiten möglichst früh entdeckt und darauf reagiert werden können.

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Wenn ein Corona-Test positiv ausfällt, wird die betroffene Person informiert und in ein Quarantäne-Camp geschickt. Die Veranstalter:innen benachrichtigen zudem das Gesundheitsamt. Aus dem Quarantänebereich müssen die positiv Getesteten abgeholt werden. Auch mitreisende Personen müssen in Quarantäne und abreisen. Der Kaufpreis des Tickets beziehungsweise der Tickets der Reisegruppe werden in so einem Fall erstattet. (dpa/fbo)

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