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Kripo-Ermittler vor dem Haus der Familie im Landkreis Rostock.
  • Kripo-Ermittler vor dem Haus der Familie im Landkreis Rostock.
  • Foto: Stefan Tretropp

„Alle sind entsetzt“: Bürgermeisterin spricht über Dreifach-Mord im Norden

Das Verbrechen schockt die Menschen in dem Ort Rövershagen bei Rostock. Ein junger Mann hat gestanden, in einer kleinen Siedlung mit schmucken Einfamilienhäusern seine Familie umgebracht zu haben. Auch die Bürgermeisterin äußert sich zu dem Mord in ihrer beschaulichen Gemeinde.

Nach dem Bekanntwerden des Mordes an drei Menschen in Rövershagen östlich von Rostock werden die Ermittlungen am heutigen Freitag fortgesetzt. Ein 26 Jahre alter Mann soll seinen 52-jährigen Vater, die 48-jährige Mutter und seine 25 Jahre alte Schwester getötet und dann in einem Feld beim nahen Kösterbeck vergraben haben. Am Mittwoch hatte man die Leichen gefunden, die MOPO berichtete.

Bürgermeisterin bekundet Entsetzen über Dreifach-Mord in Rövershagen

„Alle sind hier entsetzt“, sagte Bürgermeisterin Verena Schöne am Freitag. Die betroffene Familie habe noch nicht sehr lange und zudem sehr zurückgezogen in dem Ort gelebt, sagte Schöne. Im Ort sei nur die Mutter etwas bekannter gewesen, denn sie habe als Reinigungskraft in einer Sporthalle gearbeitet. Die Tochter soll an einem anderen Ort gewohnt haben, aber des Öfteren bei den Eltern gewesen sein.


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Die Gemeindevertreter wollen an diesem Montag bei einer geplanten Ausschusssitzung beraten, was man nun tun könne. Rövershagen liegt im Speckgürtel von Rostock, ist seit 1990 stark gewachsen. Lebten hier damals rund 1500 Einwohner, so sind es nun rund 2600 Menschen. In einem der Baugebiete aus den 1990er Jahren steht das Haus der Familie, in dem Polizisten am Donnerstag Spuren gesichert haben. Laut Gemeindeverwaltung sollen die getöteten Eltern es erst vor wenigen Jahren von Vorbesitzern erworben haben.

Die Schwester des Vaters und Tante des Tatverdächtigen hatte eine Vermisstenanzeige aufgegeben. Bei Fragen von Nachbarn soll der 26-Jährige erklärt haben, dass Eltern und Schwester im Urlaub seien.

Rövershagen: Junger Mann gesteht Mord an Familie

Der Staatsanwaltschaft zufolge hat der 26-Jährige die Taten gestanden und arbeitet auch mit den Ermittlungsbehörden zusammen. Eine eingeschränkte Schuldfähigkeit liegt nach den bisherigen Erkenntnissen nicht vor, wie es weiter hieß. Am Donnerstag war wegen des Verdachts des dreifachen Mordes Haftbefehl erlassen worden. Der Mann sitzt in Untersuchungshaft.

Mit der Obduktion der Leichname sei am Donnerstag begonnen worden, sagte der Staatsanwalt. Ob bereits am Freitag Ergebnisse vorliegen werden, könne er nicht sagen. Sicher sei, dass die Morde bereits mehrere Wochen zurückliegen. Die Ermittler gingen von Anfang Februar aus.

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Hintergrund der Tat seien wohl familiäre Probleme gewesen. Weitere Details etwa zur Ausführung des Verbrechens, zur Nationalität der Opfer und des Täters gab es am Donnerstag nicht. (mp/dpa)

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