Patientenverlegung in Deutschland
  • In den Norden sollen, wie hier in Hannover, Schwerkranke aus anderen Bundesländern verlegt werden.
  • Foto: picture alliance/dpa/Hauke-Christian Dittrich

45 weitere Covid-Patienten sollen in den Norden kommen

Immer mehr Intensivpatient:innen werden in Deutschland auf andere Bundesländer verteilt. Erst am Wochenende wurden 50 Personen in einem Großeinsatz aus Bayern, Thüringen und Sachsen ausgeflogen. Jetzt soll auch der Norden Schwerkranke nach dem Kleeblatt-Prinzip aufnehmen.  

Bis zu 45 weitere Covid-Patienten sollen in den kommenden Tagen in den norddeutschen Bundesländern aufgenommen werden. Das sagte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) am Dienstag in Hannover. Niedersachsen koordiniert dies für die norddeutschen Bundesländer. 

Der Norden soll 45 Patienten nach dem Kleeblatt-Prinzip aufnehmen

Diese Aufnahmen sind notwendig, da die Gesundheitssysteme mehrerer Bundesländer wegen der Corona-Lage überlastet sind und Patienten dort nicht mehr oder nur begrenzt aufgenommen werden können. Aus welchen Bundesländern die Menschen kommen, war zunächst nicht bekannt. 


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Laut Pistorius sind bislang 36 Patienten in norddeutschen Krankenhäusern aufgenommen worden, beziehungsweise einige Verlegungen dauerten am Dienstagnachmittag noch an. Wie die Sozialbehörde mitteilte, hat etwa Hamburg bis Dienstag vier Covid-Intensivpatient:innen aus Bayern aufgenommen.  

Das Kleeblatt-System koordiniert Verlegungen von Schwerkranken

Von den 36 Menschen kamen demnach 26 aus dem sogenannten Kleeblatt Ost (Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen) und zehn aus dem Kleeblatt Süd (Hessen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Saarland).  

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Niedersachsen bildet gemeinsam mit Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern das Kleeblatt Nord, um sich bei Engpässen in den Bundesländern gegenseitig zu helfen. Nordrhein-Westfalen und Bayern bilden eine eigene Gruppe – sie sind die bevölkerungsreichsten Länder. Sind Verlegungen innerhalb eines Kleeblatts aufgrund erschöpfter Kapazitäten nicht mehr möglich, werden Verlegungen zwischen den Kleeblättern koordiniert.  

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Von den 36 Menschen, die bislang in den Norden verlegt wurden, entfällt nach Angaben des Innenministers die Hälfte auf Niedersachsen, die restlichen 18 verteilen sich auf die anderen norddeutschen Bundesländer. (mp/dpa) 

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