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Mehrere Personen berichteten: In der Stadt Hannover sei am Dienstag ein Wolf gesichtet worden. (Symbolbild)
  • Mehrere Personen berichteten: In der Stadt Hannover sei am Dienstag ein Wolf gesichtet worden. (Symbolbild)
  • Foto: picture alliance / dpa/Armin Weigel

Mitten in der Innenstadt! Anwohner sichten Wolf in Hannover

Wölfe in Städten werden wahrscheinlicher – nun ist ein Wolf in der Stadt Hannover gesichtet worden. Das Bundesamt für Naturschutz prognostiziert eine Zunahme des Wolfsbestandes auf etwa 1200 Wölfe in Niedersachsen bis etwa 2030. Regionale Lösungsmöglichkeiten werden vom niedersächsischen Umweltministerium gefordert.

Ein Wolfsrüde ist nach Angaben des niedersächsischen Umweltministeriums am Dienstag in der Nordstadt von Hannover gesehen worden. Mehrere Personen sollen über Sichtungen in der Nähe der Schulenburger Landstraße berichtet haben. Über eine Videoaufnahme konnte ein Wolfsrüde bestätigt werden. Ein Wolfsberater war mit der aktiven Suche nach weiteren Spuren beschäftigt. Inzwischen soll der Wolf wahrscheinlich die Stadt wieder verlassen haben.

Rund 350 Wölfe in Niedersachsen

„Das Vorkommen eines Wolfs in dicht besiedelten Bereichen wie der Innenstadt von Hannover zeigt, dass wir mit zunehmendem Wolfsbestand auch in dicht bebauten Bereichen mit Wölfen rechnen müssen“, sagte Umweltminister Olaf Lies (SPD). „Junge Wölfe, die ihr Rudel verlassen und den Menschen nicht als Gefahr erfahren, können jedoch keine Scheu vor dem Menschen lernen.“ Die Neugier über ein eventuelles Nahrungsangebot könne überwiegen.

In Niedersachsen leben derzeit 39 Wolfsrudel und vier residente Einzelwölfe, was etwa 350 Wölfen entspricht. Die Jährlinge verlassen in der Regel ihr Rudel und suchen sich eigene Territorien. Es sei normal, dass Wölfe auch durch bebaute Bereiche streifen, doch dass ein Wolf so tief in belebte Bereiche einer Stadt eindringt, sei neu in Niedersachsen.

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Rechtlich sei der Abschuss von Wölfen jedoch durch das Bundesnaturschutzgesetz extrem eingeschränkt, hieß es weiter. Laut dem niedersächsischen Umweltministerium müsse dies in Zukunft anders werden, damit der Wolf die Scheu vor dem Menschen wieder lerne. Das Ministerium weist dabei auf im Koalitionsvertrag des Bundes vorgesehene regionale Lösungsmöglichkeiten hin. (dpa/mp)

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