Martinistraße Bremen Surfwelle
  • Die sonst vierspurige Bremer Martinistraße dient als Testobjekt einer autofreien Innenstadt.
  • Foto: picture alliance/dpa/Sina Schuldt

Verkehrsprojekt: Dieser Surf-Strand ist eine Hauptstraße

Mitten in Bremen sind gerade Surfer:innen dort zu sehen, wo sich ansonsten Autofahrer:innen mit ihren Fahrzeugen bewegen. Keine Sorge: Der Weser-Pegel ist nicht viel zu hoch gestiegen. Die Stadt testet neue Möglichkeiten für eine autofreie Innenstadt.

Zwei Wochen nach dem Aufbau einer Surfwelle auf einer Straße mitten in Bremen zieht das Verkehrsressort eine positive Zwischenbilanz. „Es ist gelungen, viele Menschen an die Martinistraße zu locken, um diese mal ganz anders zu erleben – eben nicht als lärmumtosten Straßenraum“, teilte Verkehrssenatorin Maike Schaefer (Grüne) am Montag mit. „Ich bin sehr zufrieden.“ Die Aktion erfolgte im Rahmen eines Tests für weniger Autoverkehr im Zentrum.

Bremen: Surfbretter statt Autos in der Innenstadt

Die sonst vierspurige Martinistraße in der Innenstadt war Ende Juli für den Verkehr gesperrt worden. Neben der Surfwelle wurde auf der Durchgangsstraße auch ein improvisierter Strand eingerichtet, diverse Sitzmöglichkeiten zum Verweilen wurden aufgestellt. Knapp 650 Surferinnen und Surfer nutzten die Welle, wie das Verkehrsressort mitteilte.

Martinistraße Surfen Bremen
Auf einer 70 Meter langen Strecke gibt’s neben der künstlichen Welle unter anderem Sitzkojen und Aussichtsplattformen.

Die Sperrung war für das von den Grünen geführte Ressort der erste von verschiedenen Tests zur Verkehrsführung auf der Straße im Zentrum der Hansestadt. Sie soll von vier auf zwei Spuren verengt werden. Von diesem Montag an soll nun der eigentliche Verkehrsversuch folgen. Zunächst wird ein Zweirichtungsverkehr eingerichtet, dann eine Teil-Einbahnstraße.

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Die Pläne sind in der Stadtpolitik umstritten. Der Verkehrsversuch werde zu Staus führen und den Einzelhandel schädigen, hieß es zuletzt in einer Mitteilung der Handelskammer, der CityInitiative des Einzelhandels und des Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga. (dpa/mp)

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