Die Angeklagte blockierte den Notruf über zwei Wochen hinweg mehrmals – ohne Grund (Symbolbild).
  • Die Angeklagte blockierte den Notruf über zwei Wochen hinweg mehrmals – ohne Grund (Symbolbild).
  • Foto: picture alliance/dpa

110 blockiert: Frau ruft 160 Mal den Polizei-Notruf – jetzt droht ihr Gefängnis

Aurich –

Rund 160 Mal hat eine Frau aus dem Kreis Aurich über den Notruf 110 die Polizei alarmiert und so Leitungen der Leitstelle blockiert. Die Beamten hätten aber schnell festgestellt, dass bei allen Anrufen der 49-Jährigen keine echte Notlage vorgelegen habe, sagte eine Sprecherin der Polizeidirektion Osnabrück am Montag.

Die 161 falschen Notrufe liefen über zwei Wochen bei der Regionalleitstelle Wittmund ein und dauerten insgesamt fast eineinhalb Stunden. Das sei wertvolle Zeit für echte Notrufe, für die dann aber eine Leitung belegt sei, sagte die Sprecherin.

Trotz Ansagen der Beamten am Telefon und eines Hausbesuches zeigte sich die Anruferin uneinsichtig. Nun erwartet sie eine Anzeige wegen Missbrauchs von Notrufen. Bei einer Verurteilung drohen laut Polizei entweder eine Geldstrafe oder bis zu ein Jahr Gefängnis. Was die Frau zu ihren Anrufen trieb, dazu machte die Polizei keine Angaben.

Wittmund: Frau droht Anzeige wegen Missbrauchs von Notrufen

Angesichts des Falls appellierte die Polizei, die Nummern 110 und 112 nur in Notfällen zu wählen. Aber: „Wenn man sich nicht sicher ist, lieber ein Mal zu viel den Notruf wählen als gar nicht anzurufen“, sagte die Sprecherin.

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Falls sich eine vermeintliche Notlage hinterher anders darstelle, seien keine Konsequenzen zu befürchten. (dpa)

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