Ein Kontoauszug mit minus 6.844,16 € sowie etwas Bargeld drumherum
  • Die Verbraucherpreise sinken überraschend.(Symbolfoto)
  • Foto: ZB | Jens Büttner

Weniger Menschen in Hamburg überschuldet – doch der Schein trügt

Die Zahl der überschuldeten Menschen in Hamburg ist trotz stark steigender Preise in diesem Jahr gesunken. Laut dem am Dienstag von der Wirtschaftsauskunftei Creditreform in Neuss vorgestellten „Schuldneratlas Deutschland 2022“ sank die Überschuldungsquote – also der Anteil überschuldeter Personen im Verhältnis zu allen Erwachsenen in der Hansestadt im Vergleich zum vergangenen Jahr um 0,46 Punkte auf 8,64 Prozent.

Damit liegt Hamburg im Ländervergleich auf Platz acht. Die geringste Überschuldungsquote wurde mit 6,05 Prozent für Bayern ausgewiesen, die höchste für Bremen mit 12,46 Prozent.

Den Angaben zufolge sank die Überschuldungsquote auch in allen anderen Bundesländern. Bundesweit wurden knapp 5,9 Millionen überschuldete Personen gezählt, rund 274 000 oder 4,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Dies sei der niedrigste Wert seit Beginn der Auswertungen im Jahr 2004, berichteten die Experten.

Trotz guter Zahlen: Creditreform schon bald eine Verschlechterung

Den höchsten Rückgang bei der Überschuldungsquote verzeichnete laut Creditreform in diesem Jahr Schleswig-Holstein (-0,52 Punkte auf 8,93 Prozent), die geringste Verbesserung gab es in Thüringen (-0,24 Punkte auf 8,08 Prozent).

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Die Wirtschaftsauskunftei rechnet angesichts der aktuellen Preisexplosionen jedoch schon bald mit einer spürbaren Verschlechterung der Situation. „Die guten Zahlen sind leider trügerisch“, sagte der Leiter der Wirtschaftsforschung, Patrik-Ludwig Hantzsch. Die hohen Belastungen durch Inflation und vor allem die ansteigenden Energiekosten seien noch längst nicht vollständig beim Verbraucher angekommen. (dpa/mp)

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