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Ein Gastronom verriet der MOPO anonym seinen Verdienst.
  • Ein Gastronom verriet der MOPO anonym seinen Verdienst.
  • Foto: picture alliance/dpa

Was verdient eigentlich ein Gastronom? Ein Hamburger verrät es

Über Geld spricht man nicht? Oh doch! Wir machen jede Woche mit Menschen aus Hamburg den Kassensturz. Heute erzählt ein selbstständiger Gastronom, was er verdient.

Einer meiner großen Träume war es immer, die Welt bereisen zu können. Einige Länder habe ich schon sehen dürfen, doch so eine richtige Weltreise mit der ganzen Familie, die fehlt und ist weiterhin ein Wunsch, den ich mir und meinen Liebsten gerne irgendwann erfüllen möchte. Dafür arbeite ich hart, zwischen 50 und 60 Stunden in der Woche. Ich bin 45 Jahre alt und seit mehr als 20 Jahren selbstständig in der Gastronomie tätig. Während dieser langen Zeit habe ich viel ausprobiert, Events veranstaltet, mehrere Läden eröffnet (und wieder geschlossen), Catering angeboten, mich sozial engagiert …

Hamburg: Selbstständiger Gastronom spricht über seinen Verdienst

Mir gefällt die Abwechslung in meinem Job und auch die Unabhängigkeit, die ich als Geschäftsführer habe, der direkte Kontakt mit den Kunden, das Feedback, die Arbeit mit verschiedenen Teams.  Gleichzeitig ist es ein Job, der einem wahnsinnig viel  abverlangt. Die vergangenen Jahre haben mich finanziell unter Druck gesetzt. Das geht vielen in meiner Branche so.


MOPO

Die neue WochenMOPO – ab Freitag wieder überall, wo es Zeitungen gibt!
Diese Woche u.a. mit diesen Themen:
– Mein Plan für den Elbtower: Wie der Hamburger Unternehmer Dieter Becken die Ruine mit Leben füllen möchte
– Wahl am Sonntag: Warum die EU-Abstimmung so wichtig ist, welche Partei im Bezirk am besten zu Ihnen passt
– 849 Euro für ein WG-Zimmer: Die teuerste Abstellkammer der Stadt
– 20 Seiten Sport: Was es für den neuen HSV-Boss Stefan Kuntz jetzt alles zu tun gibt – und was HSV-Legende David Jarolim exklusiv zur Stimmung im Verein sagt
– 28 Seiten Plan7: Wo Hamburger Promis wie Mirja du Mont und Alexander Klaws essen gehen


Corona und die zahlreichen Krisen haben mich und viele Kolleginnen und Kollegen an die Existenzgrenzen gebracht. Als Unternehmer in der Gastronomie hat man eigentlich immer Schulden, weil man Kredite für neue Projekte aufnehmen muss. Und niemand weiß vorher, ob die Ideen von den Menschen angenommen werden. Es ist eine Wette mit hohem Einsatz, wobei der Ertrag in dem Job wiederum eher gering ausfällt – jedenfalls gemessen an der Zeit, die man investiert.

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Neben der Kohle fehlt mir auch die Zeit mit der Familie, weil ich oft spät daheim bin, an den Wochenenden arbeiten muss. Ich wünschte, ich könnte mehr Zeit mit ihnen verbringen oder einfach auch mal nur für mich sein. Das Geld, das ich zur Seite legen kann, nutzen wir für Urlaube. Etwa 200 bis 300 Euro im Monat, manchmal aber auch schlicht nichts. Fürs Alter bleibt da eher wenig übrig. Trotzdem würde ich sagen, dass ich ein zufriedener Mensch bin. Ich bin dankbar dafür, dass ich frei und in Frieden in Deutschland leben kann.

Verdienst: 80.000 Euro Bruttogehalt im Jahr

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