Einsatz im Beringmeer: So soll der Eisbrecher nach Fertigstellung aussehen.
  • Einsatz im Beringmeer: So soll der Eisbrecher nach Fertigstellung aussehen.
  • Foto: Sietas/hfr

Was für ein Oschi!: Dieser Eisbrecher wird jetzt in Hamburg gebaut

Gegen diesen Kraftprotz haben Eisschollen keine Chance: Am Donnerstag wird auf der Pella Sietas-Werft in Neuenfelde ein ganz besonderes Schiff auf Kiel gelegt – der größte und stärkste Eisbrecher, der je in Deutschland gebaut wurde!

Der dieselelektrisch angetriebene Eisbrecher wird für die Fahrt durch 2,5 Meter dickes Eis konstruiert. Er soll nach seiner Fertigstellung die Häfen und Wasserwege in der östlichen Bucht Russlands um Wladiwostok ganzjährig eisfrei halten. Dabei helfe das Schiff bei der Sicherung globaler Handelsrouten, heißt es in einer Pressemitteilung der Pella Sietas-Werft.

Hamburg: Sietas-Werft baut arktischen Bulldozer

Der 120 Meter lange und 27,5 Meter breite Eisbrecher der Eisklasse 7 wird außerdem mit einer starken Schleppwinde, einem Helikopterdeck sowie einem Feuerlöschsystem mit einer Wurfweite von 120 Metern ausgerüstet sein, so dass das Schiff auch für Schlepp- und Rettungseinsätze genutzt werden kann. 

Für die vor wenigen Jahren noch am Boden liegende Werft ist der Auftrag des staatlichen, russischen Hafen-Unternehmens Rosmorport ein echter Glücksgriff. Für das Projekt „Neubau 1320“, so der wenig charmante Arbeitstitel für den arktischen Bulldozer, zahlt Rosmorport der ältesten Traditionswerft Hamburgs 100 Millionen Euro.

Werft-Chefin freut sich über Millionen-Auftrag 

Rosmoport setzt auf die Schiffbau-Kompetenz der Hamburger, um seine 37 Eisbrecher starke Flotte zu ergänzen. Werft-Chefin Natallia Dean ist stolz: „Wir freuen uns außerordentlich darüber, dass wir dieses technisch hoch anspruchsvolle Projekt im Auftrag von Rosmorport hier am Werftstandort in Hamburg umsetzen dürfen. Mit unserem Know-How beim Bau von Spezialschiffen wissen wir, wie man einen Eisbrecher dieser Größenordnung baut.“ Gerade in diesen außergewöhnlichen Zeiten leiste die Werft einen wichtigen Beitrag für die Wertschöpfung in der Region Hamburg.

Das könnte Sie auch interessieren: Corona-Ausbruch auf der Abramowitsch-Jacht im Hafen

Bei der 1635 erstmals urkundlich erwähnten Sietas-Werft in Neuenfelde arbeiten 350 hochspezialisierte Schiffskonstrukteure. Sie bauen Fähren, RoRo-Schiffe, Wasserbau-Schiffe, Schwimmbagger bis hin zu  Schwergutschiffen und Offshore-Spezialschiffen. Die russische Pella-Gruppe hatte die Werft 2014 erworben.   

Email
Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp