Busse stehen hinter einer Schranke auf dem Betriebshof Langenfelde der Hamburger Hochbahn
Busse stehen hinter einer Schranke auf dem Betriebshof Langenfelde der Hamburger Hochbahn
  • Am Freitag werden zahlreiche Linien bestreikt – die Busse bleiben dann im Depot (Symbolbild)
  • Foto: picture alliance/dpa/Bodo Marks

Warnstreik! Hier fahren in Hamburg am Freitag keine Busse

Pendlerinnen und Pendler im Nordosten Hamburgs müssen sich am Freitag etwas einfallen lassen. Wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte, werden kurz vor Beginn des Wochenendes zahlreiche Buslinien im Bereich Rahlstedt und in Schleswig-Holstein bestreikt. Laut Verdi hätten die Arbeitgeber die Verhandlungen zuerst verschleppt – und dann platzen lassen.

Wegen eines ganztägigen Warnstreiks von Busfahrerinnen und Busfahrern im Nordosten Hamburgs müssen sich Fahrgäste am Freitag auf Einschränkungen einstellen. Betroffen seien in Hamburg-Rahlstedt die Linien 275, 562 und teilweise 29 sowie in Schleswig-Holstein teilweise die Linien 769, 537, 337, 736 und 336, teilte die Gewerkschaft Verdi am Donnerstag mit. Beginn des Warnstreiks sei am Freitag um 3.45 Uhr.

Tarifverhandlungen waren Ende des Jahres gescheitert

Nach Gewerkschaftsangaben waren die Tarifverhandlungen mit dem Omnibus Verband Nord (OVN) Ende vergangenen Jahres gescheitert, weshalb Verdi jetzt die Beschäftigten der Orthmanns Reisedienst ORD GmbH zum Warnstreik aufgerufen habe. „Die Arbeitgeber hatten die Verhandlungen erst verschleppt, uns lange hingehalten, dann nicht ernsthaft verhandelt und zu guter Letzt die Verhandlungen platzen lassen“, sagte Verdi-Gewerkschaftssekretärin Magdalene Waldeck. Sie forderte den OVN auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

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Verdi fordert für die Busfahrerinnen und Busfahrer unter anderem die Erhöhung des Nachtzuschlags auf 25 Prozent, des Sonntagszuschlags auf 50 Prozent sowie des Zuschlags für Arbeit an gesetzlichen Feiertagen auf 100 Prozent. Zudem sollen das Urlaubsgeld auf 25 Euro pro Ferientag angehoben und Beschäftigte nach Ende der gesetzlichen Probezeit unbefristet übernommen werden. (dpa/mp)

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