P+R Plätze
  • Zu Beginn gefragt, doch mittlerweile werden P+R Plätze immer weniger genutzt.
  • Foto: picture alliance / Daniel Reinhardt/dpa | Daniel Reinhardt

„Unsinnige Einführung“: CDU kritisiert Parkplatzgebühren

Eigentlich ist es ganz bequem: Mit dem Auto am Bahnhof am Stadtrand ins Parkhaus fahren und dann ganz entspannt weiter auf der Schiene in die City. Doch in Hamburg geht die Auslastung der P+R-Plätze zurück – und das hat nicht nur mit Corona zu tun, meint die CDU.

Die Nutzung der Park+Ride-Plätze an U- und S-Bahn-Haltestellen in Hamburg ist in der Corona-Pandemie weiter zurückgegangen. Lag die Auslastung der Anlagen 2019 im Schnitt noch bei 62,9 Prozent, sank sie 2020 auf 40,5 und im vergangenen Jahr schließlich auf 37,6 Prozent, wie aus einer Senatsantwort auf eine Anfrage der CDU-Bürgerschaftsfraktion hervorgeht. Entsprechend gingen auch die Einnahmen aus den Parkgebühren zurück: 2019 waren es laut Senat noch 2,3 Millionen Euro, 2020 nur noch 1,48 Millionen. Zahlen für 2021 liegen noch nicht vor.

Hamburg: CDU kritisert Gebühren für öffentliche Parkplätze

„Klar, dass die Corona-Pandemie hier eine Rolle spielt“, sagte der verkehrspolitische Sprecher der CDU, Richard Seelmaecker. Jedoch sei die Auslastung schon vor Corona mit knapp 60 Prozent „alles andere als zufriedenstellend“ gewesen.


Starten Sie bestens informiert in Ihren Tag: Der MOPO-Newswecker liefert Ihnen jeden Morgen um 7 Uhr die wichtigsten Meldungen des Tages aus Hamburg und dem Norden, vom HSV und dem FC St. Pauli direkt per Mail. Hier klicken und kostenlos abonnieren.


Für Seelmaecker liegt der Grund auf der Hand: „Das bestätigt erneut, dass die unsinnige Einführung von Parkgebühren eben dazu geführt hat, dass die P+R-Anlagen überwiegend gemieden und stattdessen verstärkt zum Ärger der Anwohner die Straßen im näheren Umfeld zugeparkt werden.“ Die CDU bleibe daher bei ihrer Forderung, die 2014 eingeführten P+R-Gebühren für Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs vollständig abzuschaffen.

Auch die versprochene Aufwertung der vorhandenen P+R-Anlagen komme nur langsam voran, bemängelte Seelmaecker. „Neue Anlagen werden bis 2024 erst gar nicht geplant.“ Wenn Pendler aus der Metropolregion zukünftig nicht mit dem eigenen Auto in die Stadt fahren sollen, müsse Hamburg gerade an der Peripherie in den Außenbezirken mehr attraktive P+R-Kapazitäten schaffen.

Das könnte Sie auch interessieren: „Gibt kein Recht auf Gratis-Parkplatz“: Anwohnerparken in ganz Hamburg gefordert

Derzeit betreibt die P+R-Betriebsgesellschaft 34 Standorte in Hamburg. Für eine Tageskarte werden aktuell zwei Euro fällig, für eine 30-Tage-Karte 20 Euro und für eine Jahreskarte 100 Euro. (vd/dpa)

Email
Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp