Ein zerstörtes Fahrrad liegt nach einem Unfall in Hamburg auf der Straße. (Symbolbild)
Ein zerstörtes Fahrrad liegt nach einem Unfall in Hamburg auf der Straße. (Symbolbild)
  • Eine 86-Jährige ist bei einem Unfall in Bad Schwartau lebensgefährlich verletzt worden (Symbolbild).
  • Foto: dpa / Daniel Bockwoldt

Unfall-Bilanz: So gefährdet sind Fahrradfahrer in Hamburg

In Hamburg haben sich im ersten Halbjahr 2022 weniger Verkehrsunfälle ereignet, als vor der Corona-Pandemie im ersten Halbjahr 2019. Allerdings sind deutlich mehr Radler:innen in Unfälle verwickelt worden. Besonders drastisch waren Pedelecs betroffen.

Nach vorläufigen Zahlen seien in der Hansestadt zwischen Januar und Juni 29.828 Verkehrsunfälle registriert worden, teilte das Statistikamt Nord am Montag mit. Das seien 10,7 Prozent weniger gewesen, als in den ersten sechs Monaten des Jahres 2019. Die Zahl der Unfälle mit Verletzten oder Toten stieg dagegen den Angaben zufolge im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 um 2,4 Prozent (plus 84 Unfälle).

Zahl der Fahrradunfälle in Hamburg wächst deutlich

Den Angaben zufolge waren von Januar bis Juni 2022 1253 Fahrradfahrer:innen Opfer eines Unfalls. Verglichen mit dem ersten Halbjahr 2019 haben die Fälle um 24,3 Prozent zugenommen. Besonders stark ist nach Angaben des Statistikamtes die Zahl der Unfälle mit Pedelecs angestiegen. Hier erhöhte sich den Angaben zufolge die Zahl der Unfallopfer um 159 auf 224. Das entspricht einer Steigerung von 244,6 Prozent.

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Die Verkehrsbehörde will diese Zahlen allerdings auch in einem Kontext gesetzt sehen. „Von 2019 bis 2022 haben wir über Pegelmessungen und das Hamburger Radverkehrszählnetz einen Anstieg des Radverkehrs um 47 Prozent festgestellt“, sagt Sprecher Dennis Heinert. „Der Anstieg der Unfallzahlen bei Radfahrenden im selben Zeitraum um rund 24 Prozent ist dem gegenüber also deutlich unterproportional.“

Trotzdem bleibe das Ziel, die Verkehrssicherheit zu erhöhen. „Ein wichtiger Faktor kann hierbei auch die bauliche Trennung zwischen Rad- und KFZ-Verkehr sein, wie wir sie beispielsweise an der Esplanade oder in der Hannoverschen Straße in Harburg eingeführt haben.“

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Der Vergleich mit dem ersten Halbjahr 2019 sei gewählt worden, weil das der letzte Zeitraum vor den pandemiebedingten Lockdowns gewesen sei, sagte ein Sprecher des Statistikamt Nord. Insgesamt sank die Zahl der Verunglückten um 4,3 Prozent auf 4229 Personen.

Dabei stieg die Zahl der schwer verletzten Unfallbeteiligten um 7,9 Prozent. Die Zahl der leicht verletzten (minus 5,3 Prozent) und getöteten Verkehrsteilnehmer (Rückgang um ein Unfallopfer auf 13 tödlich Verunglückte) war niedriger als im entsprechenden Zeitraum vor der Pandemie. (dpa/mp)

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