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Überall Sperrungen: S-Bahnen, Straßen, Brücken: Hier wird in Hamburg jetzt gebaut

Ab März wird in Hamburg ordentlich gebaut. Dabei sollen viele wichtige Straßen, Brücken und Plätze saniert und modernisiert werden. Die MOPO hat einige der bedeutendsten Bauarbeiten in der Stadt zusammengetragen.

Auch 2020 will die Stadt Hamburg wieder viele neue Sanierungsprojekte in Angriff nehmen. Einige sind bereits gestartet und im März kommen weitere hinzu.

Im Februar begannen Bauarbeiten an der Oberaltenallee und der Hamburger Straße. Hier kommt es im Bereich zwischen Humboldtstraße und Barmbeker Markt zu einer Grundinstandsetzung der Fahrbahn. Zusätzlich werden die Straßenabläufe und Entwässerungsleitungen, sowie die Bushaltestellen Finkenau und U Hamburger Straße erneuert. Die Bauarbeiten sollen bis August 2020 andauern.

Baustellen in Hamburg: S2 fällt komplett aus

Am letzten Februartag gehen dann auch Sanierungsarbeiten an den Brücken über den „Bullerdeich“, den „Billhorner Deich“ und die „Bille“ los. Diese müssen bis zum 15. März voll gesperrt werden, was zu erheblichen Einschränkungen im S-Bahn-Verkehr führt. Die S2 fällt in diesem Zeitraum komplett aus, die Fahrten der S21 werden durch Schienenersatzverkehr unterbrochen. Zwischen Juni und Juli 2020 werden die Bauarbeiten an den Brücken dann erneut aufgenommen.

Neue Hamburger Bauvorhaben starten im März

Ab dem 2. März starten dann auch die Umbauarbeiten am Steindamm, Hamburgs Multi-Kulti-Straße. Bis Ende 2020 soll das Bauvorhaben andauern. Um den Bereich schöner zu gestalten, sollen hier beidseitige Radfahrstreifen, weitere Lieferzonen für Gewerbetreibende und eine Baumallee entstehen. Außerdem soll der Ausbau eines weiteren Teils der Veloroute 7 fertiggestellt werden.

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So soll der Steindamm ab Ende 2020 voraussichtlich aussehen

Foto:

bwvi

Zusätzlich wird in den ersten beiden Märzwochen vom 2. bis zum 13. März ein Teil der Bremer Straße in Harburg voll gesperrt. Hier lässt „Hamburg Wasser“ Hausanschlussleitungen im Bereich zwischen dem Hastedtplatz und der Knoopstraße erneuern. Dadurch soll hier die Trinkwasserversorgung auch in Zukunft sichergestellt werden.

Hamburg: Baustelle an der Hohenfelder Bucht

Zum 3. März beginnen dann Arbeiten zur Grundinstandsetzung und Sanierung an der Hamburger Kreuzung Doormannsweg/Fruchtallee und dem Abschnitt von dort bis zur Tornquiststraße. Die Kreuzung soll komplett barrierefrei und die Bushaltestellen Fruchtallee (Hamburg-Haus) modernisiert und ausgebaut werden. Im Bereich zwischen der Tornquiststraße und der Fruchtallee sollen auch in beiden Richtungen Radfahrstreifen entstehen. Hier soll mindestens bis September 2020 gebaut werden.

Ende März geht es dann an der Hohenfelder Bucht los. Hier entsteht eine neue Großbaustelle, die fünf Jahre bleiben soll. Grund für die Arbeiten sind die baufälligen Hohenfelder Brücken. Dabei hat man sich entschlossen, den gesamten Bereich um die Hohenfelder Bucht zu sanieren. Neben einem Ersatzneubau der Brücken entsteht hier unter anderem auch eine neue Geh- und Radwegbrücke. Außerdem werden verschiedene Anlagen im Bereich, wie beispielsweise ein Fußgängertunnel und die Verbindung zwischen Bucht und Außenalster, neu gestaltet. Die Bauarbeiten sollen die dortige Verkehrslage verbessern und den gesamten Bereich attraktiver gestalten.

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So soll der Bereich an den Hohenfelder Brücken nahe der Alsterwiese Schwanenwik nach der Sanierung aussehen.

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Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation

Alte Baustellen sorgen im März nochmal für Ärger

Neben den Neuen bleiben natürlich auch weitere, ältere Baustellen bestehen oder werden sogar fertiggestellt. Doch auch hier kommt es zu neuen Verkehrsbehinderungen.

Der Wallringtunnel wird in den kommenden zwei Wochen vom 28. Februar bis zum 15. März nochmal voll gesperrt. Die Bauarbeiten starteten damals im September 2014 und konnten bereits im Juni 2018 wieder abgeschlossen werden. Nun müssen noch einmal Funktionstests zur endgültigen Abnahme der Sicherheits- und Tunneltechnik durchgeführt werden.

Video: Der Wallringtunnel wird gesperrt

Des Weiteren kommt es an der Barmbeker-Ring-Brücke vom 2. bis zum 15. März zu Restarbeiten. Am Übergang zur Fahrbahn weist die Brücke Altersschäden auf, die wiederum durch Wassereintritt zu Schäden an Stahlteilen führen. Die Reparaturen begannen im Sommer 2018 und können nun während der Hamburger Frühjahrsferien zu Ende geführt werden.

Seit September 2018 wird auch die Brücke Amsinckstraße/Mittelkanal in Hammerbrook komplett erneuert. Die marode Spannbetonbrücke kann nicht erhalten werden. Der Neubau soll voraussichtlich im November 2021 fertiggestellt werden. Im Zuge dieser Bauarbeiten kommt es nun vom 27. bis zum 30. März zur Vollsperrung der Amsinckstraße. Betroffen ist der Bereich zwischen Nordkanalstraße und Süderstraße.

Weitere Sanierungsarbeiten in vollem Gange

Hamburgs Lombardsbrücke bekommt auch eine Kur. Die denkmalgeschützte Brücke ist gezeichnet von rostigen Kandelabern, bröckligem Mauerwerk und Vandalismus. Im November 2019 begannen die Restaurationsarbeiten, die Ende 2020 beendet werden sollen. Im Anschluss soll auch der angrenzende Fußgängertunnel instandgesetzt werden.

Die vor 154 Jahren gebaute Lombardsbrücke ist in die Jahre gekommen. Sie wird jetzt mindestens ein Jahr lang saniert

Die vor 154 Jahren gebaute Lombardsbrücke ist in die Jahre gekommen. Sie wird jetzt mindestens ein Jahr lang saniert.

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Florian Quandt

Und auch der Gertrudenkirchhof ist gezeichnet. Hier steht bereits seit 2014 eine riesige Baustelle. Das „Stromnetz Hamburg“ ist dort noch bis 2024 mit Umbauarbeiten des Umspannwerks Mitte beschäftigt. Im Zuge eines neuen Innenstadtkonzepts plant man dort eine Umgestaltung des Platzes. Nach den Bauarbeiten am Umspannwerk könnten in den unteren Stockwerken neue Geschäfte einziehen. Außerdem soll der Bereich grüner werden und Stellplätze verschwinden, um Platz für Sitzplätze von Cafés und Restaurants zu schaffen.

Eine Visualisierung des Gertrudenkirchhofs zeigt, wie der Platz in Zukunft aussehen könnte.

Eine Visualisierung des Gertrudenkirchhofs zeigt, wie der Platz in Zukunft aussehen könnte. Autos sollen Platz für Grünanlagen, Fußgänger und Gastronomie machen.

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Moca-Studio

Wie der NDR berichtet, stellen unterdessen Unternehmer klare Forderungen an den Senat. Die vielen Baustellen und Straßensperrungen sollen die Infrastruktur beeinträchtigen und für lästige Staus sorgen. Man sehe ein, dass saniert werden muss, doch es mangele an Management und Koordination bei Hamburgs Baustellen. Das teilte der Unternehmensverband AGA für Großhandel, Außenhandel, und Dienstleistung mit. (pk)

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