Stellten die neuen U5-Namen in Steilshoop vor. Gesamtprojektleiter Klaus Uphoff, Hochbahn-Chef Henrik Falk, Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) und David Claus von der Bürgerbeteiligung (v.l.n.r.).
  • Stellten die neuen U5-Namen in Steilshoop vor. Gesamtprojektleiter Klaus Uphoff, Hochbahn-Chef Henrik Falk, Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) und David Claus von der Bürgerbeteiligung (v.l.n.r.).
  • Foto: Florian Quandt

U5-Mega-Projekt: So heißen die neuen Haltestellen

Die ersten vorbereitenden Bauarbeiten für den erste Abschnitt der U5 im Hamburger Nordosten sind schon im vollen Gange. Jetzt stehen auch die Haltestellen-Namen fest. Trotzdem laufen derzeit noch einige Klagen gegen die neue U-Bahn-Linie – mit offenem Ausgang.

Konkret geht es um den U5-Ost Abschnitt, der von Bramfeld über Steilshoop und Barmbek bis in die City-Nord führt. Unterwegs gibt es dort fünf Haltestellen, vier davon wurden jetzt auf ihren neuen Namen getauft. Die fünfte davon, Sengelmannstraße, gibt es bereits. Sie wird ein Umstiegspunkt in die Linie U1.

U5 Hamburg: Haltestellen-Namen stehen fest

Beim Namensfindungsprozess haben die Hamburgerinnen und Hamburger ein Wörtchen mitreden können. Mehr als 2000 Vorschläge sind bei der Hochbahn eingegangen, bei den vier finalen Kandidaten für jede Haltestelle haben insgesamt 17.000 ihre Stimme abgegeben.

Die neue Linienführung der U5 im Hamburger Nordosten von der City Nord bis nach Bramfeld.
Die neue Linienführung der U5 im Hamburger Nordosten von der City Nord bis nach Bramfeld.

Am Freitag präsentierte Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) vor dem Einkaufszentrum Steilshoop die Gewinner der Abstimmung. Er lacht ein bisschen, als er den Zettel vor dem Namen abzieht. „Die Haltestelle für Bramfeld … wird Bramfeld heißen.“ Eine Station weiter. „Die U5-Haltestelle für Steilshoop bekommt den Namen … Steilshoop.“

U5 Hamburg: Neue U-Bahn-Linie bekommt Linienfarbe

Eine überraschende Namenswahl für die beiden Stadtteile, ein bisschen Abwechslung gibt es dann für Barmbek. „Die Station erhält den Namen Barmbek-Nord“, so Tjarks, der sich das Grinsen verkneifen muss. „Die City-Nord wird City-Nord mit Verweis auf den Stadtpark heißen.“


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Zusätzlich zu den Namen hat die U5 auch ihre endgültige Farbe im Liniennetz erhalten: An den zukünftigen Stationen, den Hinweisschildern und in der App wird die neue U-Bahn an der Farbe Karamell zu erkennen sein. Die Entscheidung dafür war laut der Hochbahn gar nicht so einfach. „Viele Farben sind durch das bestehende Schnellbahnnetz bereits besetzt“, erklärt Klaus Uphoff, Gesamtprojektleiter der U5. Karamell hebe sich deutlich von den anderen Linien ab und verursache keine Nachteile für Menschen mit Sehbehinderung.

U5 Hamburg Ost: 40.000 Fahrgäste täglich erwartet

Seit Oktober laufen die bauvorbereitenden Maßnahmen für die Leitungsverlegungen für den U5-Abschnitt, das heißt Baumfällungen und Kampfmittelsondierungen. Uphoff rechnet mit der Rechtskräftigkeit der Planungen im März 2022, bis zum 15. Dezember konnten noch Klagen eingereicht werden. Auf Nachfrage bestätigt er acht laufende Klagen, sieht aber die Planungen für die U5 dadurch nicht gefährdet. „Wir gehen in den Dialog mit den Klagenden und versuchen, eine Lösung zu finden“, sagt Tjarks. Bei vielen Fällen gehe es um Lärmschutz.

Los gehen soll es dann mit den ersten Bauarbeiten in der City Nord Ende 2022, Anfang 2023 folgen Steilshoop und Bramfeld. Die Hochbahn rechnet vier Jahre später mit einem ersten Probetrieb. Etwa 40.000 Fahrgäste werden auf der U5-Ost pro Tag erwartet. Die Baukosten belaufen sich auf rund 1,8 Milliarden Euro.

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