Viele Eurobanknoten stecken in einer Geldbörse.
  • Die meisten Hamburger sind trotz Corona und Inflation zufrieden mit ihrem Geld.
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Trotz Inflation und Corona: So zufrieden sind die Hamburger mit ihrem Geld

Trotz steigender Inflation und der Corona-Krise sind die meisten Hamburger zufrieden mit ihrer finanziellen Situation. Das zeigt das aktuelle Vermögensbarometer des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV). Demnach sind die Hamburger im bundesweiten Vergleich am glücklichsten mit ihrem Geld. In Sachen Finanzbildung besteht aber noch Verbesserungsbedarf.

Dem Barometer zufolge beurteilen 53 Prozent der Bewohner der Hansestadt ihre aktuelle finanzielle Situation als sehr gut oder gut. Bundesweit sind es ganze zehn Prozent weniger. Nur 17 Prozent der Hamburger beschreiben ihre aktuelle Situation als (sehr) schlecht. Im Vergleich unter den Bundesländern liegt Mecklenburg-Vorpommern abgeschlagen auf dem letzten Platz. Dort sind gerade nur 33 Prozent der Menschen zufrieden mit ihrem Geld.  

Die Hamburger sind im Vergleich auch besonders optimistisch, was die Entwicklung ihrer finanziellen Situation betrifft. 42 Prozent rechnen mit einer Verbesserung, nur zwölf Prozent mit einer Verschlechterung (bundesweit: 37 bzw. 13 Prozent).

Säulendiagramm: Wie beurteilen Sie Ihre gegenwärtige finanzielle Situation?
Die Hamburger sind im bundesweiten Vergleich am zufriedensten mit ihrer finanziellen Situation.

Das ist das beliebteste Anlageprodukt der Hamburger

Die Corona-Pandemie hat den Blick der Menschen auf ihr Geld verändert. 42 Prozent der Deutschen gaben an, ihr Konsumverhalten im Laufe der vergangenen zwölf Monate eingeschränkt zu haben, nur neun Prozent haben es demnach ausgeweitet. Fast die Hälfte der Hamburger (45 Prozent) hat im Zusammenhang mit der Pandemie das Sparverhalten verändert oder plant eine Änderung. Nur sechs Prozent wollen weniger sparen.

Ein Zehntel der Hanseaten will andere Anlageprodukte für sein Geld wählen. Die ausschlaggebenden Faktoren bei deren Wahl sind laut Vermögensbarometer nach wie vor Sicherheit, Flexibilität, Rendite und Verfügbarkeit. Am beliebtesten sind zum zweiten Mal in Folge die Aktien (30 Prozent), gefolgt vom Sparbuch (24 Prozent) und Investmentfonds (21 Prozent). Ein sinnvoller Trend, sagt Harald Vogelsang, Vorstandssprecher der Haspa: „Fondssparen ist aktuell eine gute Wahl. Nur dort sind – neben der eigenen Immobilie – noch nachhaltige Wertzuwächse zu erzielen.“


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Bei der Haspa fließt laut Vogelsang jeder zweite Euro in nachhaltige Anlageprodukte. In Sachen Nachhaltigkeit ist die Hansestadt ein Vorreiter: 10 Prozent der Bewohner gaben an, bereits in nachhaltige Produkte investiert zu haben. 40 Prozent der Hamburger haben sich schon damit beschäftigt beziehungsweise sich darüber informiert (Bund: 7 bzw. 29 Prozent).

Fehlendes Finanzwissen: Haspa warnt vor Altersarmut

Aufholbedarf besteht bei den Hamburgern in Sachen Finanzwissen. Während insgesamt 69 Prozent der Hamburger ihr allgemeines Finanzwissen als sehr gut bis befriedigend bezeichneten, gaben 51 Prozent an, ihr Wertpapierwissen sei nur ausreichend bis ungenügend. Und das ist sogar der beste Wert unter den Bundesländern.

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Jeder sollte sich um seine eigenen Finanzen kümmern und vorsorgen, sagt Dilek Knüpfer, Leiterin der Haspa-Filiale in Seevetal – sonst drohe Altersarmut, insbesondere bei Frauen. Deshalb sollte man sich langfristig ein kleines Vermögen aufbauen. „Wichtig ist, bereits in jungen Jahren mit dem Sparen anzufangen und dies dann regelmäßig zu tun.“ (prei)

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