Daniel Günther (CDU), Ministerpräsident Schleswig-Holsteins, Andreas Scheuer (CSU), Bundesverkehrsminister, Ronald Pofalla, DB-Infrastrukturvorstand, und Peter Tschentscher (SPD), Erster Bürgermeister Hamburgs, starten mit einem symbolischen Spatenstich den Baubeginn der neuen S-Bahnlinie S4.
  • Daniel Günther (CDU), Ministerpräsident Schleswig-Holsteins, Andreas Scheuer (CSU), Bundesverkehrsminister, Ronald Pofalla, DB-Infrastrukturvorstand, und Peter Tschentscher (SPD), Erster Bürgermeister Hamburgs, starten mit einem symbolischen Spatenstich den Baubeginn der neuen S-Bahnlinie S4.
  • Foto: picture alliance/dpa

Trotz Gerichtsverfahren: Jetzt geht’s los mit der S4 – Fertigstellung verzögert sich

Die Bagger stehen in den Startlöchern, es geht offiziell los! Der erste Spatenstich für den Bau der neuen S-Bahn-Linie S4 wurde am Montag gesetzt — trotz noch laufender Streitigkeiten vor Gericht.

Am Montag haben Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) gemeinsam das Projekt eröffnet. Auch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) war anlässlich dazu in Hamburg. 

S4 in Hamburg: Erster Bauabschnitt ab Hasselbrook beginnt

Nun soll der erste Bauabschnitt von Hasselbrook bis Luetkensallee beginnen. Zwei weitere Planfeststellungsbeschlüsse stehen noch aus. 

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Allerdings verzögert sich das Projekt, denn statt 2027 soll die neue Bahnstrecke erst 2029 eröffnet werden. „Die erste Zahl war eine Planung von vor fünf Jahren“, sagt ein Bahnsprecher auf MOPO-Nachfrage. Bei solchen großen Projekten habe man immer mit Eingriffen in die Umwelt zu tun. „Wir verstehen uns als Umweltschützer, deshalb haben wir diese Eingriffe noch einmal genau betrachtet, auf das Minimum reduziert und uns die Zeit dafür genommen.“

S4 Bau in Hamburg startet: Projektende erst für 2029 geplant

„Die S4 hilft nicht nur dem Nahverkehr. Es geht darum, dass der Hauptbahnhof als Knotenpunkt entlastet werden soll“, so Tschentscher. Nur ein effizientes Schnellbahnsystem entscheide darüber, ob man sich mit dem Auto oder der Bahn auf den Weg mache.

Dem stimmt Daniel Günther zu. Das Projekt S4 werde eine spürbare Entlastung für sowohl Hamburg als auch Schleswig-Holstein mit sich bringen.

S4 in Hamburg: Rechtmäßigkeit des Baus wird noch angefochten

Über die Rechtmäßigkeit des ersten Bauabschnitts soll allerdings voraussichtlich im Herbst noch das Bundesverwaltungsgericht entscheiden. Denn der Verein „Lärm- und Umweltschutz Wandsbek-Marienthal“ hatte unter anderem wegen der von der Bahn organisierten Baumfällungen Klage eingereicht. 

„Wir halten das Vorhaben für eine Geldverschwendung im großen Stil, die zudem noch die Kapazität der Verbindung Hamburg-Lübeck drastisch beeinträchtigt“, sagt der erste Vorsitzende Arnold Harmsen. Der Verein hoffe auf eine Korrektur des rechtlich umstrittenen Bauvorhabens.

S4 in Hamburg: Bund übernimmt Großteil der Finanzierung

Die neue S-Bahn-Linie soll von Altona bis nach Bad Oldesloe fahren und bis zu 25.000 Menschen in Wandsbek, Marienthal, Tonndorf, Rahlstedt und im Kreis Stormarn an das Hamburger Schnellnetz anschließen.

Das Projekt kostet rund 1,85 Milliarden Euro, wovon der Bund 84 Prozent trägt. Den Rest teilen sich die Länder und die Bahn zu unterschiedlichen Anteilen. 

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