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Trotz Corona: Airline will Kapazitäten am Hamburger Airport hochfahren

Fuhlsbüttel –

Die Fluglinie „Eurowings“ erhöht ihre Kapazitäten am Hamburger Flughafen – und das, obwohl der Flugverkehr wegen Corona in den vergangenen Monaten stark eingebrochen ist. Am Mittwoch wurde bei einer Veranstaltung des Luftfahrt-Presseclubs über die Zukunft des Hamburger Airports gesprochen.

„Eurowings“-CEO Jens Bischof hat am Mittwoch angekündigt, dass das Flugzeugkontingent am Hamburg Airport von sieben auf neun Maschinen aufgestockt wird – das berichtet das „Hamburger Abendblatt“ am Donnerstag. Eigentlich sollten die Kapazitäten in Fuhlsbüttel sogar auf zehn Flugzeuge erhöht werden, doch davon habe die Airline wegen der Corona-Krise Abstand genommen – denn in den letzten Monaten waren Flugbuchungen stark zurückgegangen.

Hamburg Airport: Trotz Corona stockt Eurowings auf

Aufgestockt wird die Flotte trotzdem: „Eurowings kann und will Hamburg. Das ist das wesentliche Argument, warum wir auch glauben, hier überproportional wachsen zu können“, zitiert das Hamburger Abendblatt „Eurowings“-CEO Jens Bischof. Die Billigairline ist mit 30 Prozent Marktanteil stark am Hamburg Airport vertreten. Gemeinsam mit dem Mutterkonzern „Lufthansa“ erreicht sie sogar 50 Prozent.

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Wie das „Hamburger Abendblatt“ berichtet, war auch Michael Eggenschwiler bei der Veranstaltung am Mittwoch dabei. Er ist der Vorsitzende der Geschäftsführung des Hamburger Flughafens – und hatte Zahlen mitgebracht: Im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2019 ist die Anzahl der Fluggäste auf 3,6 Millionen und somit um 68,9 Prozent gesunken. Zum Vergleich: In den Jahren 2017 bis 2019 sind jeweils über 17 Millionen Fluggäste über den Hamburger Flughafen gereist. Ähnliche Zahlen werden wohl erst nach 2025 wieder erreicht, glaubt Eggenschwiler. Dieses Jahr wurden 60 Prozent weniger Starts und Landungen von Flugzeugen verzeichnet, auch die Auslastung der Flugzeuge ist um 14,3 Prozent gesunken.

Wegen Corona ist Flugverkehr am Hamburger Flughafen eingebrochen

Michael Eggenschwiler

Flughafen-Chef Michael Eggenschwiler

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Daniel Bockwo

Schwere Zeiten für die Fluglinien. Vor diesem Hintergrund hält Jens Bischof auch eine Tiefpreisschlacht um Flugtickets für unangebracht: Der Durchschnittspeis der „Eurowings“-Tickets habe sich im Vergleich zu der Zeit vor der Pandemie nicht wesentlich geändert, so Bischof.

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Trotzdem hat die Fluglinie auf Corona reagiert: Um während des Fluges Abstand zu seinem Sitznachbarn zu halten, kann man nun den Mittelplatz extra dazu buchen. Das Angebot kann nicht über die Homepage, sondern nur über das Callcenter gebucht werden – und werde dennoch von den Fluggästen gut angenommen, so Bischof.

Hamburg Airport: Zukünftig mehr Flüge in den Balkan?

Eine Vision für die Zukunft hat Flughafen-Chef Michael Eggenschwiler trotzdem: In den letzten Jahren wurden von Fuhlsbüttel aus neue Verbindungen nach Rumänien, Bulgarien und in den Kosovo geschaffen – nun kann sich Eggenschwiler laut „Hamburger Abendblatt“ vorstellen, auch den Balkan als Markt weiterzuentwickeln. (ncd)

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