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Die Preise von Bestandsimmobilien im Hamburger Umland wurden analysiert – mit einem überraschendem Ergebnis. (Symbolbild)
  • Die eigenen vier Wände sind in einigen Städten im Hamburger Umland günstiger geworden.
  • Foto: dpa

Der Traum vom Eigenheim: Das kostet er im Hamburger Umland

In den vergangenen zehn Jahren sind die Immobilienpreise im Hamburger Umland stetig gestiegen – teilweise um bis zu 172 Prozent! Die Landesbausparkasse (LBS) für Hamburg und Schleswig-Holstein hat nun den Immobilienmarkt für das Jahr 2022 analysiert – und ist zu einem überraschenden Ergebnis gekommen.

Grundsätzlich gilt: Je näher am Hamburger Stadtrand, desto teurer die Immobilie. Die Preise für ein Eigenheim im Umland liegen aktuell zwischen 3356 Euro pro Quadratmeter (in Geesthacht) und 4827 Euro (in Ahrensburg). Doch die Entwicklungen überraschen: In sechs von elf untersuchten Orten in Schleswig-Holstein sind die Preise für Bestandshäuser im Jahr 2022 gefallen.

Die Rückgänge liegen zwischen minus 0,2 und minus 2,6 Prozent. Das gilt für Ahrensburg, Wedel, Norderstedt, Kaltenkirchen und Geesthacht. Auch in Reinbek kosten Bestandshäuser Mitte 2022 im Durchschnitt 125 Euro weniger pro Quadratmeter als noch im Januar.

In anderen Orten im Hamburger Umland wurden dagegen Preissteigerungen registriert. Das gilt auch für Bestandswohnungen – am teuersten sind diese in Ahrensburg (4222 Euro pro Quadratmeter) und Wedel (4122 Euro pro Quadratmeter). Im ersten Halbjahr 2022 verteuerten sich hier Bestandswohnungen um 5,2 beziehungsweise 1,4 Prozent. Die einzige Ausnahme bildet Bad Oldesloe: Hier kosten Wohnungen mit 2713 Euro pro Quadratmeter mittlerweile etwas weniger als zum Jahresbeginn.

Feriendomizil: Fast 29.000 Euro pro Quadratmeter auf Sylt  

Die sinkenden Preise wertet Wolfgang Ullrich, Geschäftsführer der LBS Immobilien GmbH, als erste Reaktion auf steigende Zinsen, Inflation und Unsicherheiten durch Energiekrise und Ukraine-Krieg. „Die Preise für Gebrauchtimmobilien im Hamburger Umland scheinen sich zu beruhigen”, so Ullrich.

In anderen Regionen im Norden sind vor allem Ferienimmobilien gefragt. Kampen auf Sylt ist Preisspitzenreiter: Wohnungen kosten hier im Schnitt 15.285 Euro pro Quadratmeter, Bestandshäuser 28.671 pro Quadratmeter. Auch auf Amrum und Föhr sowie in St. Peter-Ording und der Region Lübecker Bucht sind die Preise gestiegen. Der teuerste Ostseestandort ist traditionell Timmendorfer Strand. Je nach Objektart stiegen die durchschnittlichen Angebotspreise nach Angaben der LBS um 15 bis zu rund 105 Prozent.

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Bei den Preisen handelt es sich laut LBS um Mittelwerte. Die Ergebnisse basieren auf Analysen der FUB IGES GmbH, einem Hamburger Institut für Forschung und Beratung im Zusammenhang mit Wohnen, Immobilien und Umwelt. Zwischen Juli 2021 und Juli 2022 wurden 10.100 öffentlich zugängliche Angebote in Schleswig-Holstein ausgewertet, um Preisentwicklungen auf dem Immobilienmarkt transparenter zu machen. (ps)

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